Heft 
(1881) 297
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Stcin thal: Ludwig Börne.

Hoffnungen, tauche meine Wünsche in den tiefsten Sumpf, daß sie aufzischen und dann ewig schweigen. Deutsche mich, gute Göttin, von der Ferse bis zur Spitze mei­ner Haare und lasse mich dann friedlich ruhen in einem Naturaliencabinet unter den seltensten Versteinerungen" u. s. w.

Dieses Gebet konnte die Göttin freilich

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Gegnern, den Gegnern des Menschen­wohls, aus: Wenn sie nur klüger wären! So berichtet Gutzkow (S. 54). Aber Gutzkow hat diesen Ausruf wohl nicht völlig verstanden. Denn ich zweifle nicht, daß Börne mit jenem Ausrufe hat eine Uebersetznng des hebräischen In büllemn geben wollen. Darum versteht nur der-

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Ludwig Börne.

nicht erfüllen, aber sie erhörte es doch und bot Börne ein Mittel, mit dem er bis in das zweiundfünfzigste Lebensjahr gelangen konnte. Dieses Mittel war fol­gende Lebensanschauung, mit deren kurzer Betrachtung ich schließen will.

Von Kindheit an nannte er das, was ihm mißfiel, nicht schlecht, sondern dumm; an die Schlechtigkeit der Menschen wollte er nicht glauben; nur ihre Albernheit empörte ihn. Oft rief er von seinen

jenige den ganzen Sinn jenes Börne'schen Wortes:Wenn sie nur klüger wären!" dem der Sinn dieses biblischen Wortes aus dem Rügelied Mosis (5. M. 32, 29) vorschwebt.

Was aber sollten denn die Menschen einsehen? 1817 schrieb er in sein Tage­buch (Nachg. Sehr. II, 262):Warum begreift der Mensch nicht, daß Freiheit nirgends oder überall, daß jedes Kunst­werk als Kind des Menschen ein Enkel