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Geschichte der Reformation in der Mark Brandenburg / Adolph Müller
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ſoll der Rath verkauffen; Beate virginis; III fl. Fridrich Bar leben, drei Jar lang hernach, alle Jar VI Gulden ader einhun dert Gulden hauptſumma ablegen: XV Gulden aus dem Hos pitall des heyligen Geiſts; XX Guͤlden aus der Blanckenfelde Stifft, ſoll Hans Blanckenfelde, biß er die IM, gulden ablegt, jerlich in gemeinen Kaſten hiezu geben; VIII Gulden aus Sanct Georgen Hospital; II Schock WWIII gr. von der Commenda zum heiligen Geiſt.

ſachdem dan gemelte Lehen etliche widerkeuffliche Zinß vnd hauptſummen haben, ſollen der Rath vnd Kaſtenhern die haupt ſummen ſo obgelegt wurden, annhemen, aber doch einem jeden Lehen zum beſten wider anlegen, vnd alſo haltten, damit vnſerm gnedigſten Hern ader den Viſitatorn alleweg moge geburlicher be ſcheid dauon gegeben werden, vnd nichts an hauptſummen vor; kommen. Kirchenzinſe oder guter. ſollen auch die Kir chen Vatter die Zinſe vnd guter zue den beiden Kirchen gehorig, mit fleiß beſtellen vnd einbringen, vnd dem Rath ſampt den Kaſtenhern jerlich Rechenſchafft davon thun. Vnd wirdet vorbe quemlicher geachtet, das hinfuro alle Kirchen Zins vnd guter in gemeinen Kaſten geſchlagen vnd daraus die Kirchengebeude vor ſorget, auch andre Notturfft der Kirchen beſtalth wurden; doch ſoll dis in des Raths, Kaſtenherrn vnd Kirchenvetter gefal len ſtehen.

Von dem gemeinen Kaſten. Es ſoll der Rath zue Ber lin den gemeinen Kaſten mit etlichen geſchickten Vorſtehern ver ſorgen, die yden Feiertag in der Kirchen mit dem Secklein umb­gehen, vnd dem gemeinen Armuth zu gut bitten ſollen, weil dan die geiſtlichen Lehen dauon abgeſatzt, numals dem Kaſten zuge wandt wirdet vor gut geachtet, das ein ſonderlicher Schreiber auch dazu beſtaldt, der alle Einnhamen vnd außgaben mit fleiße auff ſchreibe, vnd ſollen die Kaſtenhern jerlichen dreyen des Raths, dreyen von der gemein, vnd dreyen von den Gilden, ſo der Rath datzu wirdet verordnen, irer Einnham vnd außgabe Rechnung thun. Hieruber ſollen die Kaſtenhern bei dem Probſt vnd Pre digern mit Fleiß anhaltten, das ſie das Volck, in den Predigten vnd wan ſie kranck liegen, vormhanen, zum gemeinen Kaſten zu geben, auch Teſtament darein zu machen.