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Geschichte der Reformation in der Mark Brandenburg / Adolph Müller
Entstehung
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292 nnd für chriſtliche Zucht in den Gemeinden geſorgt. Jetzt war noch ein entſcheidender Schritt zu thun; es mußte dem neuen

kirchlichen Zuſtande eine angemeſſene Verfaſſung gegeben, es mußte die Kirche in der Mark Landeskirche werden. Bisher hatte der Biſchof von Brandenburg, Matthias von Jagow, an der Spitze der Viſitations-Commiſſion und ſomit auch an der Spitze der ſich bildenden evangeliſchen Kirche uͤberhaupt geſtan den. Dieſer wuͤrdige Prälat war bei allen Beſtrebungen des Kurfuͤrſten, welche zum Wohl der reformirten Kirche gereichten, ein treuer Gehuͤlfe geweſen. Er war von den maͤrkiſchen Geiſt lichen als ein weiſer Fuͤhrer und Rathgeber, als ein wuͤrdiges Vorbild betrachtet worden, und von den Gemeinden als ein gu ter Hirt, als ein unſtraͤflicher Biſchof. Um ganz evangeliſcher Geiſtlicher und ein Biſchof nach des Apoſtels Vorſchrift zu ſein .

zur Ehe entſchloſſen. Der Kurfuͤrſt nämlich hatte dem Hofſpre

(1. Tim. 3, 2 hatte er ſich ſogar noch im vorgeruͤckten Alter

diger Stratner mem e dem Biſchof vorzuſtellen:daß ihm (Matthias), weil eGott zu Lobe, ſich ſelbſt zur Seligkeit und allen anderen zu gutem Beiſpiel das reine, lautere Wort Gottes angenommen und mit der That bekannt, deshalb auch gebuͤhren wollte, den heiligen Eheſtand von Gott ſelbſt eingeſetzt, ſo viel an ihm, aufzuheben(in Aufnahme zu bringen), und ſich auch wirklich in denſelben zu begeben. Joachim hatte ihn(ſeinen Gevatter, Rath und beſonderen Freund und lieben Getreuen, wie er ihn in einer Urkunde nennt,) vor ſeiner Abreiſe nach Re gensburg auf den Reichstag auch perſoͤnlich ermahnt,wo er eine Jungfrau ſeines Gefallens erſehen wuͤrde, ſich dieſelbe ohne Verzug vertrauen zu laſſen, mit dem Beilager aber bis zu des

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Kurfuͤrſten Heimkehr vom Reichstage zu warten. ſprochen, in eigner Perſon und mit ſeiner Familie der Hochzeit

e. der biſchoͤflichen Reſidenz Zieſar beizuwohnen und die Koſten

ſes Feſtes zu übernehmen. Der Biſchof hatte dieſen wiederholten . des Kurfuͤrſten auch nachgegeben, undnach not turftiger Vorbereddung die Erbare und tugentſame Jungfraw Ca tharine von Rochow, Joachim von Rochows Tochter, zur Ehe

t und war mit derſelben zu Anfang Juni 1541

frau erwaͤhlet durch den Pfarrer Magnus zu

Beltzig ehelich verbunden wor