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Geschichte der Reformation in der Mark Brandenburg / Adolph Müller
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Kurfuͤrſt Joachim II. ſandte 1545 den Probſt Georg Buchholzer nach Wittenberg, um ſich dieſe Ordnung für die Gruͤndung des Conſiſtoriums in der Kurmark zu erbitten. Buchholzer erzählt über dieſe Sendung Folgendes:Nachdem Anno 1545 der Durchleuchtigſte und Hochgeborne Fuͤrſt und Herr, Herr Joa chim Markgraf zu Brandenburg ect. mein gnedigſter Herr, in jrer Churf. G. Kirchen und Landen auch ein Conſiſtorium wollen auffrichten, domit die reine Lehre und gute Disciplin im Chur fuͤrſtenthumb der Mark zu Brandenburgk auch erhalten würde, ward ich von jren Churf. G. gegen Wittenbergk zu D. Martino Luthero geſchickt, die Constitution und Artickel des Sechſiſchen Geiſtlichen Consistorii zuholen, darzu war der Heilige Mann faſt willigk, und übergab mir dieſelbige, wie ſie von allen obgemelten Herren geſtellet war, denn Doctor Martinus Lutherus hochge te

dachten meinen gnedigſten Herrn ſonderlich lieb hatte, welches er

offt in meiner kegenwertigkeit, durch viel ſchoͤner Wort und rede erkleret hat.

Dieſer Conſiſtorial⸗Ordnung gemäß ward nun aus den vor zuͤglichſten Theologen und Juriſten der Mark eine geiſtliche Be hoͤrde zur Beaufſichtigung und Regierung der maͤrkiſchen Kirche gebildet, und derſelben der Generalſuperintendent und Oberhof prediger I

8 johann Agricola als Direktor vorgeſetzt.) Zur leich­

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Titel dieſ l chen Consistorii zu Wittenberg aus Befehl Herrn Johann Friedrichen, Chur fürſten zu Sachſen durch Sr. Churfürſtl. Gnaden fürnehmſte Theologen und Juriſten geſtellet anno 15142. Durch Georg Buchholzer Probſt zu Berlin in den Druck gegeben, 1563. 4. .) Der ſ l n | hnte t ler r ere er | ofrath 1542 n, 2 1 et«{ J R lieb 2 icer 4.