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Annales Marchiae|| Brandenbvrgicæ,|| das ist|| Ordentliche|| Verzeichnuß vn|| beschreibung der fürnemsten vnd|| gedenckwirdigsten Märckischen Jahrgeschichten vnd Historien,|| so sich vom 416. Jahr vor Christi Geburt, bis auffs 1596. Jahr|| im Churfürstenthumb Brandenburg, vnd dazu gehörenden Landen vnd|| Herrschafften, von Jahr zu jahr begeben vnd|| zugetragen haben.|| Aus vielen glaubwirdigen Scribenten vnd Büchern, auch aus|| bewerten vrkunden vnd vielen alten monumentis, zusam-||men getragen vnd beschrieben.|| Auch mit vielen Bildnüssen vnd Figuren gezieret, vnd mit einem vollkom-||menen vnd richtigem Register verfasset,|| Durch|| M. Andream Angelvm, Strvthiomon-||tanvm.||
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Das ander Buch. 91

In lauſend ein hundert vier vnd achtzigſten Jahr iſt vorgedachter Marggraff Siegfr ed/ Ertzbiſchoff zu Bremen/ vnd Biſchoff zu Brandenburg/ etc. geſtorben/ da er dem Ertzſtifft ſechs Jahr vorgeſtanden. Juſtus.

Vmb dieſe zeit als die Graffen von Schwerin vnd Ratzeburg das Schloslaw im Mechelbůrger lande eingenommen/ vnd Herrn Nieloti Mutter heraus geiagt/ fand ſich Niclotus zu Marggraff Otten, dem Churfuͤrſten zu Brandenburg/ vnd that vom Schloſſe Hamelburg den feinden vjel dampffs vnd einfallens. Krantzius lib. 6.

Say. cap. 45. Mtauſend ein hundert vnnd ſechß vnd achtzigſten Jahr/ ſol eine e gröſſe Finſternüs der Sonnen geweſen Sa fein/ darauff ein geſchwinde Peſtilentziſch ſterben erfolget/ dazu denn auch der warme winter vnd Fruͤling groſſe vrſach gegeben. Mechouius lib. 3. cap. 26. Niuander. Alſo iſt auch folgendes jares eine ſolche groſſe Finſternis der Sonnen/ auff den vierden tag Septembris/ geweſen/ daß man die Sternen am Himmel geſehen hol­Gerhardus Mercator, Vincentius in ſpec. hiſt. lib. 29. cap. 44. E;; Im tauſend ein hundert acht vnd acht­zigſten Jar/ ſatze Marggraff Otto von Brandenburg/ ſampt feinem Brudern Berne hard/ dem Hertzoge vnd Churfuͤrſten zu Sachſen/ Graff Adolffen von Holſtein in ſein erbland ein/ daraus jhn Hertzog Heinrich der Lowe vertrieben hatte. Krantzius lib. 7. Sax. cap. 2. Auch hat gedachter Marggraff Otto im ſelben Jahr mit den Furſten in Ppom­mern gekrieget. Chron. Savoniæ.

Stiſftung des Thumbs zu Stendal vnd An­

germuͤnd an der Elbe.

V jtzterwenten 1188, jar hat Marggraff Heinrich von Bran­Q denburg/ Marggraffen Otten des erſten Sohn/ daß Canonicatſt fft zu Sten­dal zu S. Nicolai genand /geſtifftet. Bucholcerus/ Henninges. Centingerus ſetzt das 3183. Jahr/ Juſtus/ Enzelius vnd die alte Sachſen Chronica das 87. Brotuffins aber das 92.).

Neben Marggraff Heinrichen hat Graff Heinrich zu Oſterburg den Baw des Stiffts ſehr helffen befoͤrdern/ vnd hat das Stifft ſehr hoch gebawet/ daß alſo Dies fe beyde Herrn für die rechte fundat ores oder Sttffter des Canonicatſtiffts zu Stend al zuhalten ſein.

Es iſt aber dis Thumbſtifft den Canonieis Regularibus Ordinis Ciſtertienſium eingethan worden/ wie Juſtus ſchreibet. Damals hat gedachter Marggraff Hein

rich auch geſtifftet den Thumb zu Angermund an der Elbe/ wie etliche wollen. Ande­

re aber ſchreiben ſolches Keyſer Carl dem vierden zẽ u. Es ſol auch damals von jhm gebamwet(ein S. Nicolai Kirch zu Oſterburg:

Welches ich aber vielmehr von Graff Deinrichen zu Oſterburg verſtehe.

Item/ in dieſem Jahr ſol er die Stad Angermund an der Elbe vmbmanret haben. Denn daſelbſt hat er gemeiniglich hoffgehalten/ daß jhn auch daher die gemeine leute den Marggraffen von Angermund genennet haben. Enzelius.

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