Daß dritte Buch. 2485
Der Stadt Croſſen aber if es dieſen Sommer vbel gangen/ in dem fie den ſieben bnd zwantzigſten tag des Hewmonats gantz vnd gar außgebrand/ alſo/ das nicht ein eiiges Haͤußlein were ſtehen blieben. Die Keller find mit eingegangen/ vnnd ſehr viel denſchen jung vnnd alt/ verfallen vnnd vmbkommen. Die Rirche iſt auch zu grunde Hangen: Allein die Dreßkammer/ oder Sacriſtey/ darob ſich zuuer wundern zit erhalten worden/ als man das blut von einem Kalbe/ ſo man eilends abſtechen laſſen/ darein ges zoſſen: vielleicht maͤnniglich zur erjnnerung/ das Gott in allgemeinen Landſtraffen dennoch das elend lindert/ vnd etwas vberbleiben leſſet/ onb eines gelibten Sohns vorbitt willen/ der das rechte Opffer iſt/ deſſen blut/ wie deß gerechten Abels/ aus der Erden im Himmel ſchreyet/ vnd des ewigen Vaters zorn/ damit das gantz e Menſchliche Geſchlecht nicht zu nichte werde/ vnd gar vntergehe/ verſoͤhnet. Wie das fewer außkommen eder angangen ſey/ hat niemand wiſſen noch erfahren koͤnnen. Curaus. Auff den tag Maithai/ welcher damals auff einen Sontag gefallen/ iſt mit tode abgangen Herr Friderich Seſſelman/ Biſchoff zu Lebus/ vnnd ward in die Capell S. Marien Kirchen zu Fuͤrſtenwalde/ nach Mittagwerts gegen dem Schloſſe vber/ die ex auch gebawet/ begraben. Rehedorffer. Sein Epitaphium/ fo gut mans damals gekund/ iſt dieſes/ wie folget:
Fridericus moritur,& corpus hic ſepelitur,
De Culmbach natus,& Seſslman cognominatus,
Ad alberti vultum, aurum hic dedit& multum,
Alia multa bona largè ſparſit ſua dona,
Eccleſiæ dignus qui præſul extitit huius,
Doctor laudabi lis, cedat ſibi vita perenniz.
Zu mercken.
Gedachter Biſchoff Friderich/ hat mit bewilligung deß Capitels/ ein Teſtament gemacht/ welches ſich vber zwey tauſent guͤlden erſtrecket, darein er viel gewendet auff den Gottesdienſt/ vnd hat keines/ auch des aller geringſten Dieners/ im Teſt ament nicht vergeſſen. Seinem Succeſſori hat er vermacht ſieben hundert Vngeriſehe Gulden/ die Amaten dauon zugeben. Hat auch ſonſten viel geldes/ vnd andere groſſe prouiſfones gelaſſen. Als jhn aber feine Capitulares gefraget/ wen fie nach feinem tode zum Biſchoff erwehlen ſolten/ hat er geantwortet: Doctor Liborius von Schlieben were es wol werth/ vnnd würde auch wol ſparſam vnnd raͤhtlich ſeyn/ wo er ſich/ wegey feines Geſchlechts/ nicht zu Edel darzu deuchte.
zZ Herr Liborius von Schlie4 ben/ Biſchoff zu
Lebus.
SMeAch Biſchoffs Friderichs todt
iſt Herr Liborius von Schlieben/
JI. V. D. vnd Thumbherr zu Lebus/ zum DL
ſſchoff daſelbſt wider erwehlet vnd angenom
men worden/ wie gedachter Biſchoff Fride
rich bey feinem leben gerahten hatte. Jnſtus/ Nehedorffer/ Chytraus/ ete.
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