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Annales Marchiae|| Brandenbvrgicæ,|| das ist|| Ordentliche|| Verzeichnuß vn|| beschreibung der fürnemsten vnd|| gedenckwirdigsten Märckischen Jahrgeschichten vnd Historien,|| so sich vom 416. Jahr vor Christi Geburt, bis auffs 1596. Jahr|| im Churfürstenthumb Brandenburg, vnd dazu gehörenden Landen vnd|| Herrschafften, von Jahr zu jahr begeben vnd|| zugetragen haben.|| Aus vielen glaubwirdigen Scribenten vnd Büchern, auch aus|| bewerten vrkunden vnd vielen alten monumentis, zusam-||men getragen vnd beschrieben.|| Auch mit vielen Bildnüssen vnd Figuren gezieret, vnd mit einem vollkom-||menen vnd richtigem Register verfasset,|| Durch|| M. Andream Angelvm, Strvthiomon-||tanvm.||
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Daß dritte Buch, 31

Die jar zahl ſtehet in den zahlbuchſtaben dieſes Eteoſtichi von Bernhardo Stur mio gemacht:

AD las VLLT pletate neC arte feCVnDVs, Infant s/pec les? genlirICe trahlt.

Auff aller Heiligen hat Marggraff Joachim der ander von Brandenburg/ zu Dreßden Beylager gehalten mit Fraw Magdalenen/ Hertzeag Georgen zu Sachſen Tochter. Leuthbolt.

In dieſem jar iſt zu Valentz in Hiſpanien geſtorben Marggraff Hank von Bran­denburg Friderici V. Sohn/ der Fraw Germanam, deß Hertzogen zu Nabona Toch­ter/ pur Che gehabt. Es iſt aber die vermutung geweſen, als were jhm gifft beygebracht worden. Denn die Hiſpanier find jhm/ wegen feines groſſen gluͤcks vnnd ſtandes/ ſel n feind geweſen/ miewol fie ſichs nicht haben durfen mercken laſſen. Endlich hat ſich einer für andern her fur gethan/ vnd ſich einer offentlichen feindſchafft vermercken la­fen. Dieweil nun ſolches Marggraff Johannes vernommen/ vnd ſich auff feine ſter­cke verlaſſen, dazu auch gemeynet/ es wolte hm gebühren feiner hochloͤblichen Vorfah­ren/ deßgleichen feines lieben Vaterlandes reputation zuretten/ Vnnd doch gleichwol mit heimlichen tuͤcken nicht wollen vmbgehen/ vnd feinem feinde nachſtellen: Hat er jhm einen kampff/ der auff einem freyen offenen platz in maͤnnigliches anſchawen ſolte gehalten werden/ ankuͤndigen laſſen/ Hat auch demſelben zugleich geſchickt ein ſtarcke Speer/ der art/ wie man im Thurnieren gebraucht/ mit fernerm zuentbieten/ er wolte nicht etwa/ wie die Meuchelmorder pflegen, durch faule vnerbare hinterliſt vnd betrug/ ſondern durch Ritterliche Wehren ſich mit jhm abfinden/ oder im vollen Küriß zu Roß einen kampff mit jhm halten. Wie dem Hiſpanter dieſe Botſchafft zukemmen, hat er ſich vber de Speers ſchwere ſehr verwundert/ hats balde wolfeyler geben/ vnd nach dem ſom das Hertz gar hinunter gefallen/ hat er den kampff auch gar abgeſchlagen. Marg­graff Johannes aber iſt nichts deſto weniger auff angeſt impte Tagzeit vnd ort er ſchie­nen/ hat im reiten vorgedachte Speer gefůͤhret/ die ſelbe mit groſſer verwunderung der zuſeher geſchmwancket/ vnd ſich bezeiget/ daß er zum Kampff geruͤſtet were. Da nu fein wi­derpart ausgeblieben/ hat jhn jederman feiner Mannheit halben gerühmet/ vnnd if mit groſſen ehren widerumb abgezogen. Man ſagt auch daß er für ſeinem ende fol geordnet haben/ das dieſe ſpeer/ gleich als ein Siegßzeſchen/ auff fein Grab ſolte geſteckt werden. Reineccius, Iuſtus, VVinzenb.

Item/ in dieſem jahr iſt Fraw Anna/ Herr Joachimi des erſten/ Marggraffen vnd Churfuͤrſten zu Brandenburg ete. Tochter/ Hertzog Albrechten in Mechelburg vers maͤhlet worden.)

Im ſelben jahr iſt die Pfarrkirche zu vnſer lieben Frawen in Straußberg außge­putzet vnd gemahlet/ vnd das Rahthaus daſelbſt iſt faſt noch eines ſo lang vom Marckt herunter gebawet worden. Breuiarium Autoris.

So waren auch im ſelben jahr zwantzig Coniunctiones oder zuſammenkuͤnfften der Planeten in einem waͤſſerigen zeichen. Daraus Prognoſtieireten etliche Altrono­mi eine Suͤndflut. Sie waren aher eigentlich vorboten der Baweren Auffruhr/ fo im nachfolgendem Jahr anfſeng. Crentzheimius.

Im tauſent fuͤnff hundert fuͤnff vnd zwantzigſten jahr nach Chriſti Geburt/ hoͤrete man offtmals die Kraͤen vnd Dolen in der Lufft miteinander kriegen/ vnd fichlen auch etliche vnter jhnen todt herunter auff der Erden/ Darauff folgete der Bawren Krieg/ darin in die hundert tauſent Bawren vmbkamen. Pomarius.

Den drey vnd zwantzigſten Februarij des Abends/ ehe die Sonne vntergangen/ ſol ein heller Stern am Himmel geleuchtet/ vnnd hernachmals herunter gefallen ſeyn. VVinaenbergius.

Bb Marggraff

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