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Annales Marchiae|| Brandenbvrgicæ,|| das ist|| Ordentliche|| Verzeichnuß vn|| beschreibung der fürnemsten vnd|| gedenckwirdigsten Märckischen Jahrgeschichten vnd Historien,|| so sich vom 416. Jahr vor Christi Geburt, bis auffs 1596. Jahr|| im Churfürstenthumb Brandenburg, vnd dazu gehörenden Landen vnd|| Herrschafften, von Jahr zu jahr begeben vnd|| zugetragen haben.|| Aus vielen glaubwirdigen Scribenten vnd Büchern, auch aus|| bewerten vrkunden vnd vielen alten monumentis, zusam-||men getragen vnd beschrieben.|| Auch mit vielen Bildnüssen vnd Figuren gezieret, vnd mit einem vollkom-||menen vnd richtigem Register verfasset,|| Durch|| M. Andream Angelvm, Strvthiomon-||tanvm.||
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Daß dritte Buch. 33 newen Stadt Herr Thomas Baunitzi us. Der erſte Lutheriſche Pfarherr vnd Su­perintendens daſelbſt/ vnd ward in S. Katharinen Kirch/ vor dem hohen Altar/ be­graben. Breuiarium Autoris.

D. Georgius Sabinus hat im folgendes Epitaphium zu ehren geſchrieben/ vnnd auff feinem Grabſtein hawen laſſen/ das alſo lautet:. m, Hac alter na legas vt carminæa, ſiſte via tor: Praditus hic rara vir pietatejacet, Cui vigil excubias egit, ne turha luporum Falantes Chriſti dilaniaret oues. JacrileguM genus ex aditis fanti; remouit, Nulla quibus Vene cura ſalutis erat. Huncigitus fato reſpublica luget ademptum:­Hunc, pastore carens, plorat oui le Der, Man hat auch in dieſem Jahr parelia oder neben Sonnen ſampt einem wolge­ferbten Regenbogen/ der die Spitzen nach Mitternacht gewand/ am Himmel geſchen.

Fincelius.

Churfüurſt Joachim der ander von Brandenburg ziehet in Vngern. K 71921nNdieſem tauſent fuͤnff , QQ Hundert zwey vier zigſten | jahr ward ein groſſer Zug in Vn­gern wider den Tuͤrcken vom gan­zen Nomiſchen Reich vorgenom nen/ vnnd ward Churfuͤrſtliche

graff Joachim der ander/ et auff m Reichßtage zu Speyer/ durch eins helligen conſens aller Stände/ ond ſonderlich begeren deß Kaͤyſers J k A ur einen Kriegßoberſten auffge­JJ Aworffen vnd angenommen. Die weil jom aber in vie ſem Zuge groſſe vnd mamnnichfeltige hinderung vorgeſteſſen fo hat er die oͤrter vnd Feſtungen/ welche zuuor verlohren geweſen/ nicht konnen widerumb cin bekommen. Gleichwol brachte er fo viel zuwege/ daß der feind nicht weiter ſtreiß⸗ en koͤndte. Dielen feinen Zug ins Land zu Vngern hat Paulus Jouius/ ein berühmbter Italiani ſcher Hiftoriais/ mit groſſem vngrund vnd verleumbdungen beſchrieben er­wegen D. Georgius Sabi aus rande nbur genſis, nicht allein zu de e dleſes 83. fuͤrſten reputation. ſondern auch der ganzen deutſchen Nation/ dawider eine auß führt liche Eleg iam laſſen außgehen/ welche vnter feine Poemata zu finden, nn,, jeſtaͤt aber/ hat feiner Chur furſtliche Gnaden mühe vnd vnkoſten mit N wem. Zoll auff der Elbe/ der jaͤrlich viel tauſent gůlden tragen ſol/ reichlich ver golten We chs Zolls halben/ das Staͤdtlein Lenzen zimlich beruffen. Leut. Cat. Reincc. Enrc ius&c. So fand man auch in der Marck Brandenburg/ vnnd etlichen andern vmb liegen­

den Landſchafften/ in dieſem jahr groſſe hauff en Hewſthrecken. Sie hatten nicht einer­(ey farb/ ſondern etliche waren graw/ etliche ſchwartz/ etliche grun: Etliche d, An in den Fluͤgeln/ frembde vnd vnbekandte Buchſtaben/ vnd waren auff den Ruͤcken/ wie eine Mönchßkappen geſtalt. Sie hatten auch auff den Haͤuptern Kronen/ vnnd. langen Bauch. Sleidanus, Carion, VVinzenbergĩus. Vm

Gnad von Brandenburg/ Marg­

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