Mitteilungen
des
Heimst- und Museumsvereins in Heiligengrabe.
2. Jahrgang. Heft 2.
Berichtigung.
Ein bedauerliches Versehen aus dem letzten Hefte unserer Zeitschrift haben wir heute gut zu machen. In allen der Redaktion vorgelegten Korrekturbogen waren die Namen unserer Aufsichtsratmitglieder vollzählig aufgeführt. In dem fertig gestellten Hefte fehlte aber eine Anzahl dieser Namen. Wir bitten für dieses Versehen, das ohne unsere Schuld stattfand, um Entschuldigung und lassen die weggebliebenen Namen nunmehr folgen:
Herr Müller-Tetschendorf, Rittergutsbesitzer,
Herr von Platen-Wutike, Rittergutsbesitzer,
Herr Schulz-Jabel, Rittergutsbesitzer,
Graf von Willamowitz-Möllendorf, Rittergutsbesitzer,
Herr Amtmann Baade-Falkenhagen.
Es haben ferner das Recht, dem Aufsichtsrate anzugehören, der jeweilige Landrat des Kreises und der jeweilige Stiftshauptmann von Heiligengrabe.
Die Redaktion.
Feldbriefe aus den Befreiungskriegen.
Herausgegeben von A. v. Auerswald.
(In Nr. 4 des ersten Jahrganges unserer Zeitschrift veröffentlichte ich zwei unmittelbar nach der Schlacht von Leipzig geschriebene Briefe meines Großvaters Hans von Auerswald. Ich lasse nun in diesem und den folgenden Heften die gesamten Briefe, die er aus dem Felde an seine Eltern schrieb, folgen. Sie sind alle aus dem unmittelbaren Miterleben jener großen Zeit entstanden und reichen bis in das Jahr 1815 hinüber. Heft 4 Jahrgang 1 enthielt auch kurze biographische Notizen aus dem Leben meines Großvaters, die deshalb an dieser Stelle nicht mehr gebracht werden.)
Göritz im Anhalt-Bernburgschen, den 31. März 1913.
Eine lange für mich recht interessante und größtenteils frohe Periode habe
ich Dir, meine liebe, teure Mutter jetzt zu beschreiben.-- Den Tag, nachdem
ich meinen letzten Brief an den Vater von Sembritzky geschrieben, den 11. März kamen wir bei Güstelbiese an die Oder, die wir den folgenden Tag passierten. Die Gegend dort, die Aussicht von Friedrichsberg ins Oderbruch ist herrlich. Schade, daß es nicht grün war. Dort ist Friedrich.il. übergegangen, um die Russen zu schlagen. — Den 12. März zerstörten wir Wrietzen und kamen nach dem Gute einer Berliner Kaufmannes, der uns erzählte, daß den anderen Tag in Berlin ein großer Ball dem Gr. Wittgenstein zu Ehren gegeben werden würde, worauf Carl D. (Dohna), August Kanitz und ich sogleich beschlossen, dann alle Segel aufzuspannen, um dazu hinzukommen. Den andern Tag aber bekam Kanitz von Horn einen Brief u. mußte uns sogleich verlassen. Wir marschierten bis eine Meile vor Werneuchen (4 Meilen von Berlin). C. D. und ich nahmen von Treskow Urlaub und ritten nach Werneuchen, wo das Uorcksche Hauptquartier war.-In Werneuchen fanden wir einen Berliner,