Heft 
(1915) 3
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mit der Tier- und Pflanzenwelt vor schwanden und

sich gegangen ist. Alte Geschlechter ver-

wird uns durch

neue kamen, und die Geologie vor

so fort geführt,

Millionen im ste- Menschen haben

ten Wechsel, so- wohl keine

mation wieder Länge dieser

ein neues Bild Zeiträume. Man

bot. geht zunächst nicht

lungsgeschichte wenn man die

ganz unermeß 2. Teil eines Endoceras. und zwar Teil des sogen. Sipho Zei t, die seit der licher Zeiträume Endoceras. ältesten Forma­

tion vergangen ist, auf 260 Millionen Jahre schätzt. Selbstverständlich spielen bei solchen Angaben einige Millionen Jahre keine Rolle. Aber immerhin erlaubt

doch ein Vergleich der Ablage rungen, wie sie jetzt vor sich gehen, mit den Tausenden von Metern starken Ablagerungen der Vergangenheit, eine an­nähernde Zeitberechnung. Uebrigens ist man auch nach anderen Berechnungsmetho­den zu einem ähnlichen Re­sultat gekommen. Es ist dem Menschen nicht so ganz leicht unten gekommen ist und umgekehrt, hat sie auch das wieder ausradiert,

gemacht worden, sich in dem großen Buche der Natur zurecht zu finden, es zu ent­ziffern und zu ordnen. Mut­ter Natur hat einmal hier und einmal dort geschrieben und hat dann noch oft die beschriebenen Blätter durch­einander gerüttelt und ge­schüttelt, sodaß, was eigent­lich oben liegen muß, nach Hierfür gibt es zahlreiche Beispiele. Häufig was sie geschrieben, und da gibt es dann

Chasmops macrura Angelin. Schwanzschild.

manchmal Lücken, die schwer auszufüllen sind. Ich möchte das Vorhergesagte mit wenigen Worten erläutern. Die Ablagerungen, die einen großen Flächenanteil der Erde bedecken, gehen nicht zu gleicher Zeit an allen Stellen vor sich. Abge­lagert wird hauptsächlich nur im Meere. Hier hinein münden Tausende von Strö­men, die jährlich Millionen von Kubikmetern fester Stoffe ihm zuführen, teils in gelöster Form, teils in Form von mitgerissenen feinen Teilchen. Außerdem enthalten die Meere ungeheure Mengen kleiner und kleinster Lebewesen, die häufig Gehäuse oder Gerüste aus Kalk oder Kieselsäure tragen. Wenn diese Tiere sterben, so lassen sie ihre Gehäuse und Gerüste auf den Meeresboden sinken, und wenn diese Ueberreste auch nur winzig klein sind, so bringt doch ihre ungeheure Anzahl in den unermeßlichen Zeiträumen mächtige Ablagerungen zustande.

Auf dem festen Lande finden gewöhnlich nur Ablagerungen im Tieflande und in den Seen und Flußtälern statt, die aus Sand, Gerölle, Humus und Anhäufungen von pflanzlichen Resten bestehen, während im Gegensatz hierzu im Gebirge fast nur abgetragen wird. Die Niederschläge, Frost und Hitze sind immerwährend tätig, die Felsmassen der Gebirge zu zertrümmern und die 1000 Rinnen und Bächlein tragen die entstandenen Trümmer zu Tal. Die Massen, die so dem Gebirge Jahr für Jahr entzogen werden, sind ganz enorm. So hat man berechnet, daß die Ache jährlich etwa 140 000 cbm Geschiebe in den Chiemsee ablagert, und die Donau führt in derselben Zeit durchschnittlich 680 000 cbm Gerölle an Wien vorbei (Credner-Elemente der Geologie). Wenn auch diese Massen noch immer gering sind, verglichen mit den Massen der Hoch­gebirge, so wirkt doch die rastlose Tätigkeit des Wassers nach und nach zerstörend. Es wird die Zeit kommen, wo auch unsere gewaltigsten Hochgebirge bis auf geringe Reste abgetragen sind. So haben z. B. unsere Alpen schon mindestens ein Drittel ihrer ursprünglichen Höhe eingebüßt. Ein gutes Beispiel für ein