VIII Vorwort.
Es iſt vielleicht kein Zufall, daß im Jahre 1815 als Preußens Truppen nach ſiegreicher Schlacht heimkehrten, als Görres mit flammenden Worten zum Zeichen deutſchen Machtbewußtſeins den Fertigbau des Kölner Domes forderte, auch zum erſten Male eine Biographie des Markgrafen Albrecht Achilles angeregt wurde,(Journal für Deutſchland 1815).
Seit Ranke dann dieſe Lebensbeſchreibung als notwendig gefordert hat, iſt das Verlangen nicht mehr verſtummt; als Letzter hat es Adolf Bachmann in der Einleitung zu ſeiner deutſchen Reichsgeſchichte geſtellt. f
Treffliche Männer haben vor mir das Werk in Angriff genommen.
Ich nenne nur Böhm, Burkhardt und Bayer.
Tod, Krankheit und Arbeitsüberhäufung hat die Meiſten gezwungen, nach den erſten Vorarbeiten auf eine Fortführung des Werkes zu verzichten.
Priebatſch hat durch die Herausgabe der politiſchen Korreſpondenz des Kurfürſten Albrecht Achilles das geſamte Material für die Zeit von 1470—1486 in trefflicher Weiſe zuſammengetragen und es in ſeiner Einleitung zu dem Werke in„knapper Form“ verwertet.
Was der Chroniſt Unreſt von Kaiſer Friedrich ſagt, das gilt auch für Markgraf Albrecht„Wer des Leben ſchreiben will, der muß unverdroſſen ſein, wann zu ſeinen Zeiten groß Sach geſchehen ſindt“. f
Faſt zweitauſend Seiten füllt die Korreſpondenz der kurzen Kurfürſtenzeit, es läßt ſich ermeſſen, welches gewaltige Material für die lange Markgrafenzeit(14401470) ſich in den Archiven gehäuft hat.
Wenn es mir, wie ich hoffe, gelungen iſt, von dem größten Teile dieſes Materials Kenntnis zu nehmen, ſo ver
danke ich das vor allem der Förderung der Archiv- und Bibliothekverwaltungen. 1 5}