Durch Kampf zum Frieden.
7. Durch Kampf zum Frieden.
Kurfürſt Friedrich der Eiſenzahn hatte die Lauſitz gepackt, feſt hielt er fie, mochte König Friedrich Verbotsbriefe ſenden, mochte der Kurfürſt von Sachſen zürnen und zum Kriege rüſten.
Wenig kümmerte es ihn, daß der Gegner den Brüdern in Franken die von Albrecht perſönlich erbetene Hilfe gegen Nürnberg abſchlug,) ja ſelbſt heimlich der Stadt Vorſchub leiſtete.)
Ein Bündnis des ſächſiſchen Kurfürſten mit den Städten, das den Markgrafen hätte gefährlich werden können, kam nicht zuſtande, weil die Reichsſtädte nicht einmal während des Krieges die Opfer bringen wollten, die der Kurfürſt für feinen und feiner Bündner Anſchluß forderte.“)
1) Bamberger Kr.⸗A., Märkers Katalog 1904, Nr. 100.
2) Reuß von Plauen und Kunz von Kaufungen dienten nach der allgemeinen Anſicht der Stadt Nürnberg mit des Kurfürſten Einwilligung. Gegen dieſes Gerücht ließ der Kurfürſt ein Gutachten anfertigen, indem er ausführte, daß er auf dieſe beiden Edlen, da ſie freie Herren wären, keinen Einfluß hätte und daß er ſelbſt Albrecht zu keiner Hilfe verpflichtet wäre, da Albrecht„unrecht Vehde wider die DAN angegriffen hat“. Vgl. Schäfer, Der Prinzenraub, S. 43, Anmerk. 3.
) Witte, Reg. III. S. 7010.„Alsdann von der Biſchöfe von Magdeburg, Hildesheim, Halberſtadt und noch von eines Herrn wegen die Helfer werden wollten, geratſchlagt iſt.“
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