Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
674
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674 Durch Kampf zum Frieden.

vertragen und ſelbſt Unrecht zu leiden, als Troſt und Ab­ſtellung des Unrechtes bei Hofe zu ſuchen.)

Kaum war die Kunde von dem ergebnisloſen Verlaufe des Tages in das Reich gedrungen als mehrere Fürſten eifrig der Stadt ihre guten Dienſte anboten, um dem leidigem Streite ein Ende zu machen.

Die Zuſammenkunft, die der Biſchof von Würzburg nach Bernheim zum 27. April vorgeſchlagen hatte, kam nicht zu­ſtande, da Markgraf Albrecht dem Grafen Ulrich verſprochen hatte, an dieſem Tage in Stuttgart zu ſein.)

Die Friedensvermittlung des Kardinals Cuſa ſchlug der Rat mit Rückſicht auf die von dem Biſchof von Würzburg be­reits unternommenen Schritte ab.) a

Das Legat des Papſtes, deſſen heiliger Eifer für die Größe und Unantaſtbarkeit der Kirche bekannt war, ſchien dem Rate überhaupt kein allzu genehmer Vermittler. Hatte doch Cuſa ganz offen bei ſeinem Beſuche in Nürnberg es ausge­ſprochen, daß noch gar manche Stadt es bereuen würde, das Eigentum der Kirche im Kriege nicht geſchont zu haben.

Kurfürſt Friedrich von Sachſen ſandte, um das Frie­denswerk zu fördern, den Kriegshauptmann der Stadt, Graf Heinrich von Reuß, mit ihm den Grafen von Gleichen und Dr. Johann von Allenplumen nach Nürnberg. )

Die Herren ſuchten einen großen Bund in Franken zu errichten, dem ſich die Markgrafen, die Biſchöfe von Würzburg

1) Konrad Billungs Berichte. Janſſen, Frankfurts Reichs­korreſp. II, S. 109113.Läufe des Hofes. Längerung und Unaus­richtlichkeit aller männiglichs Klage und Mahnung wenig angeſehen, die Recht verzögerlich.|.

2) Nürnberger Kr.⸗A., Beſchreibung des markgräflichen Krieges, S. 273274. N; er 3) Nürnberger Kr.⸗A., Beſchreibung des markgräflichen Krieges,

. 274. ) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten, I, 10b. 5) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XXI, S. 283284.