Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
683
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Durch Kampf zum Frieden. 683

Aber dieſes Mal ließ ſich Heimburg nicht wieder zum Redekampfe verleiten. Er ſtelle lediglich feſt, daß die Aus­führungen Dr. Knorrs nach dem früheren Gerichtsbeſchluſſe der Sache Nürnbergs unſchädlich ſein ſollten.

Die an den Markgrafen geſandte Vorladung, wäre keine einfache, ſondern eine Ladungperemptorie geweſen, die nicht wiederholt zu werden brauchte.

Auf allen Tagen und zuletzt in Bamberg hätten die Nürnberger das Verlangen des Markgrafen ihnals Fürſt zu Recht zu bringen abgeſchlagen.

Hieße es im Friedensvertrage beide Parteien ſollen vor dem römiſchen König Recht nehmen als Recht iſt, ſo bedeute das, daß die Parteien einander tun ſollten, was Recht iſt.)

Die Einnahmen aus den Schlöſſern Nürnbergs und Konrad von Heidecks, die der Markgraf erobert hätte, be­trügen kaum 600 Pfund Wiener Heller,) über ſolche Kleinig­keit zu entſcheiden, dürfte ſich der König wohl mit ſo edlen Beiſitzern getrauen.

Alle Städteboten knieten vor dem König nieder und be­ſchworen ihn im Namen Gottes, ſeines hohen Amtes und ihrer gerechten Sache eine Entſcheidung zu fällen.

Heimburg vermochte nicht weiter zu ſprechen, Tränen erſtickten ſeine Stimme.

Voll Hohn ſchrieb Knorr ſeinem Herrn,wie ſo hoch Dr. Jörg bewegt worden ſei; er rechnete ſich das als ein be­ſonderes Verdienſt an. Dr. Peter Knorr hätte niemals in einem Gerichtsſaale geweint und war auch nach dem Wort­laute ſeiner Anſtellungsurkunde zu derartigen Gemütsbewe­gungen in keiner Weiſe verpflichtet.

) Dieſer Erklärungsverſuch ſcheint weit weniger einleuchtend, als der des Markgrafen, der behauptet,als Recht iſt bedeutewie es Recht iſt. Vgl. oben S. 661.

) Circa 810 ungariſche Gulden, vgl. Städte⸗Chr. XI, S. 251.