Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
688
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688 Durch Kampf zum Frieden.

Kleider an ihnen und ihren Grafen, Rittern und Knechten blieben.)

Natürlich fehlte er auch nicht auf der Hochzeit, die der Herzog Fachnacht 1452 mit der Tochter Kurfürſt Friedrichs von Sachſen feierte.)

Die ſtattliche Summe von 40 000 Gulden borgte der junge Herzog dem Markgrafen; dagegen verpfändete ihm Albrecht die Einkünfte aus den Vogteien, Hohentrüdingen und Heidenheim !) und übertrug ihm die Herrſchaftsrechte über das Kloſter Crailsheim .

Mehr als je war damals Albrecht unter ſeinen Standes­genoſſen der Beliebteſte und dadurch vielleicht auch der Mäch­tigſte.

Aber gerade in dieſen Tagen begann Pfalzgraf Friedrich noch heimlich, aber durchaus zielbewußt ſeine Gegenpolitik.

Am 13. Dezember ſchloß er mit der Städtevereinigung auf fünf Jahre ein Bündnis; er verpflichtete ſich indeß nur zur Neutralität, wenn die Städte mit ihren Gegnern zu keinem

Ausgleich kommen könnten.)

1) Aus der Chronik Ebrans von Wildenberg ed. Roth, S. 153, vgl. Kluckhohn, Ludwig der Reiche , S. 6667. g

2) Städte⸗Chr. XXII, S. 108.

3) K. B. Reichsarchiv, Brdbg., Bayr. Serie Nr. 3b. Am 1. Juni 1451 wurde verabredet, daß jährlich von der Hauptſumme 1600 Gulden abgezogen werden ſollten, wenn die Einkünfte der Vogteien wie geſchätzt 2150 Gulden erbringen ſollten; ſo daß der Herzog tatſächlich 550 Gulden erhielt, alſo kaum 1% Prozent des geliehenen Kapitals. Am 6. Januar 1452 verpflichtete ſich Albrecht, die Schuldſumme jährlich mit 2000 Gul­den zu amortiſieren. 7

) Du Mont, Corps Univer. Dipl. III, S. 189. Lünig, P. Spec. Tom. III, S. 13.

) Stälin, Geſch. v. Württemberg III, S. 502, und Menzel, Reg. Friedrichs d. Siegreichen in Quell. u. Erört. z. bayr. Geſch. II, S. 230. Die Verſchreibung der Reichsſtädte. Kremer, Urkd.;. Geſch. Kurfürſt Friedrichs I. v. d. Pfalz , S. 3240.