696 Durch Kampf zum Frieden.
Freunde, ſtatt auf die Entſcheidung des Königs geeinigt hätten.“)|
Mit höflichen Worten dankten dann alle Städteboten dem Herzoge für die große Mühe und Arbeit, die er leider umſonſt auf ſich genommen hätte und verabſchiedeten ſich ehrerbietig von ihm.
Markgraf Albrecht ermächtigte den Herzog, bis zum 23. April die Rechtsgebote, die er während des Tages den Nürnbergern vorgeſchlagen hätte, für ihn zu bieten.
So gewann er den Freund völlig für ſeine Sache.
„In Lieb und Treu“, ſchrieb Herzog Ludwig dem Pfalz grafen , wäre er dem Markgrafen ſo gewandt, daß er ihm beiſtehen müßte, wenn ihn die Nürnberger trotz ſeiner Rechtsgebote bekriegten.?)
Um auch ſeinen Vetter Herzog Albrecht für den Markgrafen zu gewinnen, ſandte Ludwig ſeinen vertrauten Rat Hans von Frauenberg nach München ; ihn begleitete Markgraf Albrechts Rat Jörg von Ehenheim.“)
Es war eine dreiſte Zumutung von dem jedem Kriege durchaus abholdem Herzog zu verlangen, für ſeinen alten Gegner gegen ſeine Bündner , die Reichsſtädte, das Schwert zu ziehen.
Er antwortete den Räten, daß er nur Herzog Ludwig, nicht aber Fremden zu helfen verpflichtet wäre und daß er überdies zu krank wäre, um ſich in einen Krieg einzulaſſen.“)
Auch als Herzog Ludwig und Albrecht aus Regensburg noch einmal ihre Räte an ihn abordneten, um wenigſtens eine Hilfszuſage von ihm zu erhalten, im Falle Albrecht trotz ſeiner Rechtsgebote von den Reichsſtädten angegriffen würde, gab der
1) Nürnberger Kr.⸗A., Beſchreibung des markgräflichen Krieges, S. 294297. 5
2) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom XI, S. 57. ) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom X, S. 62. ) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom X, S. 63—64.