dentlich reich an Zierrathen, beſonders an prachtvoll geſtickten, mit Flittern und Perlen beſetzten Altardecken und Gewaͤndern, und an koſtbaren Reliquien. Von der erſten Kirchenviſitation dieſes Kloſters iſt keine Nachricht vorhanden: doch findet ſich in einer Urkunde von 1560, in der dem Probſte Chriſtoph von Schulenburg das Amt und Kloſter Diesdorf gegen Bezahlung von 10,000 Thlr. wiederkaͤuflich uͤberlaſſen wird, daß Werner von Schulenburg, der vorher Probſt daſelbſt geweſen, daſſelbe ſchon ſeit 1540 auf gleiche Weiſe beſeſſen hat. Vermuthlich mußten ſich alſo die Nonnen, wie in vielen andern maͤrkiſchen Frauenkloͤſtern bequemen, die Kirchenordnung anzunehmen und wurden dagegen nach Beſitznahme ihrer Guͤter von Seiten des Landesherrn mit hinlaͤnglichem Unterhalte verſorgt. Es blieb bis in die neueſte Zeit ein Fraͤuleinſtift für 6 adlige und 6 buͤrgerliche Jungfrauen. Von dem erſten evangeliſchen Prediger iſt der Name nicht be, kannt: ihm folgte 1543 Gregor Koch, der nebſt Joh. Engel das Concordienbuch unterſchrieb.
In Arneburg, zur Halberſtaͤdtiſchen Dioͤceſe gehörig, ſcheint außer einer Benediktiner Moͤnchsabtei kein kirchliches Inſtitut be: ſtanden zu haben. Sie war von Kanonikern beſetzt und wird ein Stift genannt; außer den Kanonikern werden aber auch andere Geiſtliche erwaͤhnt. Die Kloſterkirche war auch Pfarrkirche, ſtand unter dem Stift zu Stendal und beſaß ihrerſeits das Lehn der Kirche zu Lenzen. Nach der Reformation ging die Abtei ein und es wurden die Einkuͤnfte derſelben nach Berlin gezogen. Als erſte evangeliſche Geiſtliche, deren zwei beſtellt wurden, werden Andreas Leyſer, der die Concordienformel unterſchrieb, Matthaͤus Friedrich(t 1581) und Joh. Weſendorf(+ 1605) angefuͤhrt; ſie wurden dem Superintendenten zu Tangermuͤnde un— tergeordnet.
In Arenſee waren erſte evangeliſche Prediger an der St. Johannes lirche Nicolaus Herwig, Herrmann Gruͤtzmacher, der die Concordienformel unterſchrieben, und ſeit 1590 Stephan Thuritz. Das adlige Nonnenkloſter Benediktiner Ordens, das der Jungfrau Maria geweiht war, hatte zufolge eines Ablaßbriefes von 14181 einen Convent, der außer dem Probſt und der fes von 14181 einen von Jagow aus 64 namentlich aufgeführten