unbedingt guͤltig; auch fuͤhrte er alle Pfarrer ein. Seine Einkuͤnfte waren ſehr groß, und die Probſtei, ſein Wohnhaus, praͤchtig Obwohl er als Probſt dieſer Kirche nicht Praͤlat war, ſo ſchrieb er ſich doch von Gottes Gnaden. Gleich andern reichen Praͤlaten verrichtete er die gottesdienſtlichen Handlungen nicht ſelbſt, ſondern hielt ſich einen Choroffizianten, den er wie zwei Kaplaͤne mit Beſoldung, Tiſch und Wohnung verſah. Als die reformatoriſchen Anſichten Luthers ſich durch die Mark verbreiteten, bekleidete Wolfgang von Arnim dieſes Amt(1529— 1546). Er war kein Freund derſelben, gab aber Drang der Umſtaͤnde ihn dazu noͤthigte. Verſammlung der Landſtaͤnde zu Berlin rung. Das Jahr darauf war er bei der evangeliſchen Abend, mahlsfeier zu Spandau und Berlin ebenfalls gegenwaͤrtig, und gelobte daſelbſt dem Biſchof von Brandenburg wie die dazu berufenen uͤbrigen Geiſtlichen der Mark zu Gunſten der Reformation in ſeinem Sprengel zu wirken. Bei feiner Ruͤckkehr ver— einigte er ſich auch mit dem Magiſtrat zur Einfuͤhrung d Kirchenverfaſſung, und dieſer war der Lehre Luthers ſo zugethan, und fo thaͤtig für dieſelbe, daß, als im Auguſt 1541 die viſitatoren nach Salzwedel kamen, wohin auch die Kirchenvorſteher aus Gardelegen und anderen Staͤ waren, laut des Receſſes keiner der geſtellten Geiſtlichen mehr dem Papſtthum zugethan war. Durch dieſe Kirchenviſitation wurde Salz
wedel wie die ganze Altmark vom Kirchenſprengel der Biſchoͤfe von Verden und Halberſtadt l
riſſen und dem Biſchofe von Brandenburg unterworfen, bis nach des Biſchofs Matthias von Jagow Tode der Kurfuͤrſt ſich ver: anlaßt ſah, ein Conſiſtorium einzurichten. Die V nannten den Probſt W.
ſo weit nach, wie der 1538 ſtimmte er in der fuͤr die Kirchenverbeſſe
er neuen
KirchenPrediger und dten beſchieden 20 in der Altſtadt S. an
osge
iſitatoren ervon Arnim mit Beibehaltung ſeiner Probſtei zum erſten evangeliſchen Superintendenten. aber entweder die Kenntniſſe oder der Wille zur perſoͤnlichen Verwaltung des Predigtamtes und der Seelſorge mangelten, ſo zog er ſich nach Brandenburg zuruͤck, wo er Domherr war, und es wurde daher von den Viſitatoren und ſpaͤter auch in einer beſonderen Urkunde vom Kurfuͤrſten angeordnet, daß wenn die wohnten, oder„do ſie auch theten reſidiren
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Da ihm
Proͤbſte nicht in S.