negſt zu Magdeburgk auſgangen, welche doch e. k. f. g. Cantzlei hand nicht, ſondern von einem andern geſchrieben iſt, furgelegt, dorin jne vorſchrieben, ſeine probſtei alhie nicht zu vorringern, daruff auch angeben, e. k. f. g. hetten jne der ordnung halb befreit, welchs wir doch nicht glauben konnen, ſich auch die andern Canonici faſt daran ergern als hette es die meinung, das die Ordnung auch in einer kirchen einem nicht fo frei als dem ans dern ſtunde, es macht auch ſolche des Ern meiendorf geruhmete gefreiung von der ordnung ſonſt allerlei beſchwerliche reden, und iſt nicht gnugk, das er derſelben nicht zuwider ſei, ſondern ſoll ſich mit ſeinem munde, das ſie recht und Chriſtlich ſei und ſolchs auch alſo mit der that durch mithaltung und beiſein der Chriſtlichen Ceremonien und anhorung gottes worts auch leſung der ordnung bekennen, des er ſich alles euſſert und will dannoch im Namen eines geiſtlichen prelaten alhie nichts thun, ſondern alleine das auſheben nehmen aber dakegen zu gottes dienſte und der chriſtlichen kirchenordnung unvorpunden ſein, war dan dem hern Biſchofe und uns daſſelbige auch faſt ſehr beſchwerlich von jme zuhoren und unſer bevelh dene wir als Viſitatores(des wir doch unwirdigk und villleber verſchonet weren) haben, mitbringt, das wir die ordnung publiciren und keinen geiſtlichen derſelben vorſchonen und es allenthalb wie chriſtlich beſtellen ſollen, ſeind wir notiglich bewogen ſolchs an e. k. f. g. zu gelangen untertheniglich bittende e. k. f. g. wollte es gedachten Ern Maiendorff nicht dermaſſen in ſeinem gefallen die ordnung zu halten oder nicht ſtehen, ſondern jne zu gutem Exempell der andern ſo auch noch ſollen herzubracht werden, auch damit vorpunden ſein, und die durchauß wie chriſtlich, genehm halten oder die nutzung der probſtei vorpieten laſſen, dan geſchichts nicht, ſo haben e. k. f. g. alhie bereit die nachreden der ordnung halb, das ſie wilkorlich ſei und die andern canonici ſobalde wir von hinne komen, werden holten was ſie wollen und hernach jres probſts Exempel anziehen, ſolchs wollten e. k. f. g. wir auß erheiſchender notturfft in eile nicht vorhalten und ſeind e. k. f. g. zu dienen willig. Bitten des e. k. f. g. gnedige richtige anthwort.“ Ehe dieſe Antwort des Kurfuͤrſten, in welcher er erklärte, daß der Probſt eine Befreiung von der neuen Kirchenordnung weder verlangt
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Geschichte der Reformation in der Mark Brandenburg / Adolph Müller
Seite
268
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