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im Gebrauch. Die zum Dominikanerkloſter gehörige Pauliner— da ſaͤmmtliche Mönche ausge VeruntreuRathe und
kirche ſchenkte Joachim II. 1560, d ſtorben oder nach mancherlei veruͤbten Unbilden und ungen des Kirchenguts davon gegangen waren, dem der Gemeinde der Neuſtadt Brandenburg zu einer Stadtpfarr— kirche und die Kloſtergebäude zu Pfarrwohnungen. Das Haus, die Liberei hieß, hatte ſammt Garten und Zubehoͤr der dem Rechts-Licentiaten und Hofrath Joh
raxis——
welches Kurfuͤrſt ſchon 1548 Heyler als ne adigung für aufgegebene Rechtsp Er hatte auf das Anſuchen des Kurfuͤrſten die Fuͤhrung von 130 Proceſſen. und dagegen die Leitung der erſten allgemeinen Kirchenviſitation mit übernommen. Die 1 der ſchaft beſtand aus 12 Geiſtlichen und 8 Laien vor der Reformation und hatte einen Dekan und 2 Kämmerer an der Spitze. Aus ihrer Mitte wurden in der Stadt und Umgegend Prieſter, Vikare beſtellt. In der Gotthardskirche hatten
Altariſten und 8 Altäre und Lehen:
ſie einen, in der Catharinenkirche mehrere Ihre großen Einkuͤnfte
bei der letztern ſtand das Kalandshaus. Viſitatoren dem Kirchen—
wurden bei ihrer Aufhebung durch die kaſten uͤberwieſen und zur Beſoldung der Geiſtlichen und Schul lehrer verwendet. Zu gleicher denburg geordnet kloſter in Zehdenick genoͤthigt, eine beſſere Kloſterzucht daſelbſt eingefuͤhrt und als erſter evangeliſcher Prediger Wolfgang Sebaſtiani eingeſetzt, das Patronatsrecht der Kirchen zu Zehdenick, was bisher das Kloſter gehabt, ging an den Kurfuͤrſten uͤber. In Neu-⸗Ruppin, welche Stadt in katholiſcher Zeit 8 Commenden, vier
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Zeit, als die Kirchenangel legenheiten in Bran vurden, ward auch das Ciſterzienſer Nonnendie Kirchenordnung anzunehmen,
Kirchen und Kapellen mit 32 Lehen und 6 Hospitaͤler, ein Kloſter und mehrere Bruͤderſchaften hatte, war Ambroſius Martini aus Bernau erſter Prediger an der Ma rienkirche. Die Nicolaikirche erhielt bei der Reformation keinen eigenen Prediger. Das Dominikanerkloſter wurde ſammt allen dazu gehörigen Gebaͤuden 1564 von dem Kurfuͤrſten dem Magi ſtrate uͤbergeben. In der Kloſterkirche ſcheinen ſich die reforma
Geſinnungen einiger Buͤrger zuerſt Öffentlich geaͤußert
toriſchen