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ten Confeffion zunaͤchſt von politiſchen Ruͤckſichten abhaͤngig erſcheint, von dem Umſtande naͤmlich, ſich wegen der cleve juͤlichbergiſchen Erbfolgeſtreitigkeit mit den an Calvins Lehre haͤngenden Hollaͤndern zu vereinigen, da ſein Gegner, der Kurfuͤrſt von Pfalz: Zweibrücken derſelben Urſache wegen zur katholiſchen Kirche uͤbertrat, ſo muß man hier ſehr beſtimmt zwiſchen Grund und Veranlaſſung unterſcheiden. Jene politiſchen Ruͤckſichten moͤgen die Veranlaſſung geweſen ſein, daß Johann Sigismund gerade zu dieſer Zeit feinen Öffentlichen Uebertritt bewerkſtelligte; allein der Grund dazu lag tiefer, und ward von der Nothwendigkeit bedingt, ſich den Wittenberger Theologen und der ſtarren Orthodoxie der Lutheraner gegenüber eine ſelbſtſtaͤndige Stellung zu verſchaffen. So geſchah es am erſten Weihnachtsfeiertage des Jahres 1613, daß er in dem Dome zu Berlin und mit ihm vierundfunfzig andere Communikanten, unter denen ſein Bruder Johann Georg, der Graf von Naſſau Ernſt Caſimir, der engliſche Geſandte mit ſeinem Gefolge ſich befanden, das Abendmahl nach reformirtem Gebrauche genoß und für feine Perſon eine ſelbſtſtaͤndige Auffaſſung der chriſtlichen Wahrheiten geltend machte. So ließ er auch im folgenden Jahre ſein Glaubensbekenntniß oͤffentlich erſcheinen, doch ehrte er dabei fo ſehr die Gewiſſens— freiheit ſeiner Unterthanen, daß er weit davon entfernt war, auch nur den Verſuch zu machen, dieſer ſeiner Bekenntnißſchrift die Geltung eines ſymboliſchen Buches fuͤr die maͤrkiſche Kirche bei; zulegen. Von den Lehren der Concordienformel wich dies Bekenntniß in folgenden Saͤtzen beſtimmt ab:„Im Heiligen Abendmahl glaͤuben und bekennen S. Churf. Gnaden, weil zweierlei Ding daſelbſt zu befinden: die aͤußerliche Zeichen, Brod und Wein, und der wahre Leib Chriſti, ſo fuͤr uns in Tod gegeben, und ſein heiliges Blut, ſo am Stamm des heiligen Kreutzes vergoſſen, daß auch auf zweierlei ſelben genoſſen werden. Das Brod und Wein mit dem Munde, der wahre Leib und das
jzlauben.“ In der Con
wahre Blut Chriſti eigentlich mit dem G „Wir glauben, lehren und
nicht allein Geiſtlich empfangen
Weiſe dieſ
cordienformel wird dagegen geſagt: bekennen, daß der Leib und Blut Chriſti,
durch den Glauben, ſondern auch mündlich...