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Chronita der Marek Brandenburg/ w— M ſelben Jahr fien
gen. Hertzog Bernhard vnnd Heinrich von Luͤneburg/ hertzog Friederichs von Braunſchweig Bruͤdere/ Krieg an/ wider Marggraffen Jodocum zu Brandenburg/ vnd deſſen Bruder Procopium, von wegen etllcher Schloͤſſer in der Marck/ fo zuuor vnter dem Hertzogtum̃ Luͤneburg/ wie man ſagte/ ſollen geweſt ſeyn. Doch zogen obgenandten Marggraffen zu dienſt zu viel vnterſaſſen der Hertzogen von uͤneburg. Als aber die Marggraffen ſahen/ das groſſe beſtellung vnnd Krieghruͤſtung wider ſie würde fürgenommen/ lieſſen fie durch gute freunde bey Hertzog Friederichen von Braunſchweig vnd Luͤneburg/ Bernhards vnd Heinrichen Bruͤder/ den jederman für einen ſehr friedlichen Fuͤrſten/ vnnd rechten eyferer deß friedes hielt/ handeln/ daß er in ſolchem Kriege wolte ſtille ſitzen/ vnd keinem theil zuziehen. Darumb ſie jhm auch/ wie man ſagte/ dreyzehen hundert Schock Boͤhmiſcher groſchen hatten werchren laſſen. Nichts deſto weniger aber verlieſſen ſich beyde Hertzogen/ Bernhard vnd Heinrich/ auff jhre ſtaͤrcke/ vnd bekriegten vnd eroͤberten die Schloͤſſer Schnackenburg vnnd Gartaw, vnd plünderten vnd verwuͤſteten alles/ biß an die Stadt Soldwebel. Von dannen zogen fie auff das Schloß Klogke/ welches die Edellente von Quitzaw innen hatten/ ond mehlich auffhielten/ alſo/ daß fie dauon nichts mehr brachten/ ohn was ſie darumb her geraubt hatten. Krantzius lib. jo. Sayoniæ Cap. j3. vnd Buntingius im andern Theil feiner Braunſchweigiſchen Chronicken.
Man fol auch(wie Pomarius ſchreibet) in die ſem Jar etlichemal groſſe Fewer in der Lufft geſehen haben/ als ob der Himmel liechter lohe gebrand hette.
IM tatıfend drey hundert vnd ein vnd neungzigſten Jar/ hat Biſchoff Johannes zu Hauelberg/ di Namens der Dritte/ vom Herrn Alberto/ dem Ertzbiſchoffe zu Magdeburg/ ein Partieul von Sanct Barbaren Arm bekommen(mag wol von einem alten Zauber ſack geweſen ſeyn) welches er in einer Criſtallen als ein herrlich koͤſtlich Kleinod vnd Heilthumb/ eingeſchloſſen/ daruͤber auch der Ertzbiſchoff im ſelben Jahr ferſa tertia ante Simonis& Iudæ, zu Jerichaw im Cloſter einen Ablaßbrieff gegeben/ der folgendes alſo lautet:
IN NOMINE DOMIN I AME N. Albertus Dei gratia ſanctæ Magdeburgenſis Eccleſiæ Archiepiſcopus; uniuerſis ſanctæ matris Eccleſiæ filiis, ſalutem in Domino ſempiternam. Cupientes populum Domini& fide les quoslibet ad maiorem deuot ionem incitare,& cultum diuinũ ampliare, hinc eſt, quod ex ſpeciali de votione& affe&u venerabili in Chriſtoairi,& GDomino, Dominolohanni EpiſcopoEccleſiæ lauelbergenſis, noltro ſingulari dilecto, dedimus quandam particulam de brachio S. Barbaræ virginis& martyris glorioſæ, quam ob reuerent iam eiuſdem virginis, idem vene rabilis Pater includi fecit in quodam lapide cryſtallino, inter manus imaginis collocato per eundem Patrem deauro& argento comparatæ& in VVilsnack oblatæ. Vnde omnibus verè pœnitentibus, confe ſſis& contritis, qui ante ipfam imaginem, ob reuerentiam, virginis antediclæ, flexis genibus Deum orauerint, precesq; ſuas obtulerint, aut qui eandem imaginem oſculati fuerint, totiens quotiens præmiſſa, ſeu corũ aliquo fecer int, quadragiota dierum Indulgentias in Domino miſericorditer concedimus,& præſentibus indulgemus. In cuius re teſtimonium præſentes noſtras literas noſtri ſigilli appenſione iufsimus communiri. Dat. Iericho, Anno Domini 1391. feria tertia an” ze Simonis& Iudæ Apoltolorum. Im
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