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Daß ander Buch. 171
Im vorgenandten 1397. Jahr iſt geſtor ben Herr Albrecht/ Graff zu lindaw vnd Nupin/ vnd liegt im Cloſter zu newen Rupin begraben. Marchia Aucoris.
Anfang des langwirigen krieges der Maͤrcker mit
dem Ertzbiſchoffe zu Magdeburg.
— 1926* dieſem jar hat Herr
,, 3. DR ippolt von Bredaw, Stats 8 3 nalıer in der Chur vnnd Marc
Brandenburg/ viel vom Adel ond Burger ſchafft der Marck ges . amlet/ in meinung/ daß er das . Flecklein Mylaw/ bey Ratenaw . Jelegen/ einnehmen/ ſchleiffen vnd
. serftören woltẽ. Hat demnach viel g Geſchuͤtz vnd gewapnete Maͤnner in kahnen vnd andern Schiffen ö Ei ber den Hauelſtrom gebracht/ .. ond iſt er ſelber perſoͤnlich mit dem reiſigen zeuge zu Lande dahin gezogen/ vnd hat gemeltes Flecklein Mylaw belagert. Da fie nun angefangen zu ſtuͤrmen/ iſt im erſten geſchos einer Bůͤchſen eine funcke Fewer ins faß/ darin das Kraut(wie es die Kriegöleute nennen) oder das Buͤchſenpuluer verwaret geweſen/ kommen/ daß daſſelbige angangen vnd verbrand, alſo/ das ſie her nachmal/ in mangelung des Puluers/ nicht mehr haben ſchieſſen koͤnnen. Da nun folches Graff Johans von Barby/ der ſich mit viel Adelßperſonen aus dem Ertzſtifft Magdeburg auff dem Schloſſe Jerichaw enthalten/ vermercket/ daß die Maͤrcker durch ſolchen einpfangenen ſchaden gehindert wurden jhre fuͤrnemen zunolnbringen, hat er ſich alßbalde geſtercket/ vnd iſt zu jhnen eingefallen/ vnd hat den Stadhalter/ Lippolt von Bredam/ fampt dreyen Bürgern von Brandenburg/ Fritzen von Průnke/ Hanfen Schultzen/ vnd Clauſen Newman/ gefangen bekommen/ vnd jhnen viel plage angeleget. Einer aber/ mit nahmen Andreas Quibe/ ſo den Stadhalter gefangen bekommen/ hat jhn alßbald dem Ertzbiſchoff von Magdeburg/ Herrn Alberto von Querfurt/ zugeſchickt/ vnd zur verehrunge etliche Bawerhoͤfe in Dorff Derben bey der Elbe zu Lehen vom Ertzbiſchoffe bekommen. Der von Bredaw aber hat vier Jarlang vnd etliche Monat in beſtrickung fein muͤſſen. Engelbertus Waͤſt er witz us.
An. Ehriſti 93. da Herr Diederich von der Schulenburg. Biſ zu Brand. in ſchwerer kranckheit gelegen/ habẽ jm die Furſtẽ von Anhalt/ wegen greſſer feindſchafft/ die fie wider die Marggraffen zu Brandenb. eine lange zeit hero gehabt/ greſſen vnuerwindlichen ſchaden im lande Zyeſer zugefüͤget. Aber er/ der Biſchoff/ hat die füͤrſten widerumb mit geiſtlichem zwange gedrungen/ daß fie jm ſolche erlittene ſchaden gnugſam haben erſtatten muͤſſen. Eng. Wuͤſterwitzius. SE
Folgendes jahres/ an S. Barbaren tag/ in der nacht/ haben Ertzbiſchoff Albrecht zu Magdeburg/ Fuͤrſt Sigiſmundus zu Anhalt/ vnd Herr Johannes/ Edler Herr zu Querfurt/ die Stad Rathenaw/ weil ſie vermercket/ daß die Mawren durch die nachlaͤſſgen Wechter vbel verwaret vnd bewachet wurden/ vnuerſehens/ durch verraͤhterey Johannes Treßkowen/ vber fallen vnd eingenommen/ darin denn von den Kriegßgurgeln groſſer vbermuht/ mit verunehrung ehrlicher Frawen vnd Jungfrawen/ vnd viel anderer boßheit/ fo fie vngeſtrafft geübet/ begangen worden. Als aber nun der Ertzbiſchoff die Stad eingenommen/ haben jhm die Arme Leute alßbald huldigen vnnd ſchweren muͤſſen/ vnnd hat der Ertzbiſchoff dahin zum Hauptman verordnet Friederich von Aluenßleben/ der die Stad biſ inß ander Jahr eingehabt. Nach geſchehener Huldigung/ als die Leute nun vermeinten ſicher zu fein/ weil ſie dem Ertz
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