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Annales Marchiae|| Brandenbvrgicæ,|| das ist|| Ordentliche|| Verzeichnuß vn|| beschreibung der fürnemsten vnd|| gedenckwirdigsten Märckischen Jahrgeschichten vnd Historien,|| so sich vom 416. Jahr vor Christi Geburt, bis auffs 1596. Jahr|| im Churfürstenthumb Brandenburg, vnd dazu gehörenden Landen vnd|| Herrschafften, von Jahr zu jahr begeben vnd|| zugetragen haben.|| Aus vielen glaubwirdigen Scribenten vnd Büchern, auch aus|| bewerten vrkunden vnd vielen alten monumentis, zusam-||men getragen vnd beschrieben.|| Auch mit vielen Bildnüssen vnd Figuren gezieret, vnd mit einem vollkom-||menen vnd richtigem Register verfasset,|| Durch|| M. Andream Angelvm, Strvthiomon-||tanvm.||
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Vmb Weihenachten erhub ſich eine Tewrung/ vnd werete bis zur Ernde des nacht D(genden Jahres Chronicon Strausb: manuſcriptum. Im tau ſendt fuͤnff hundert drey vnd fuͤnffzigſten jahr nach Chrif churt⸗ den Neunden( Etliche haben den achten) Januarij/ erhub ſich zum Berl Wind/ vnd warſf Hertzog Moritzes/ des Ch un fürfien in Sach ſen/ ete: welches am r, US chloſſe iſt/ den Kopff herabe/ vnd that 5 felchwol den andern Bilden keinen fi chaden. Iſt ö. zweijfel ein anzeigung geweſen des zutůünff­tigen vnglůckes/ we elches Hertzog Moritzen in Hewmonat begegnet. SIe icaaus, Hun­tingius, E berus. Crentzhe imius,& c. (Ein gleiches ſchreibet Albinus auch von Theodorico der Cotthen Konig/ wie der gůnſtige leſer in Progymnaſmatibus Albinſ pag: 7$ 4. zuſehen hat.)

Im Jenner iſt? Marggr aff ö von Brandenburg Churf. G. Jo­achim! II. Sohn, vom Th: imbeapittel zu Magdeburg/ an feines ve fſorbenen Stieff­bruders fi ſtadt/ einhelliglich zum Ertzbiſchoff poſtulitet worden/ welcher auch die Hoſtu­lation am tage Fabiani vnd Sehaſtiani angenommen. a. ol nan A hoffeter wuͤrden die Herrn des Thumbeapittels zu Dalberſtadt de n Magdebuͤrgiſchen hier nn gefolget haben: So hat man doch fo balde nicht concordiren können, ſinte mal theil aus jhrem. fren ,,,, Grafen Chriſtophorum zu 53. erwehlet het ten. Derwegen iſt dieſe Wahl bis ins funffte Jahr vnvolnzogen blieben. Pomarius.

In Dr Faſten find alle Super 6 vnnd Pfarrherrnd zu K Könlasberg zuſamen komen/ wegen des Pfarherrn da elbſi/ der vnter andern olte gel lehret ind vor. acht t h 1 ben a ls he erte te Jungfraw Y arise, zriſtum Je ſum/ vnſern Heilandt vnnd Selim cher ö mit ſchmertzen zur Welt gebracht vnd geborn. WVnd weil man gedachten Pfarherrn noth­e, e,, iſt er daruber ſeines Anpts ent ſetzet worden. Marchia& Breuia­

rium Autoris AB Den jz. Aprilis vberwandt Marga graff Albrecht von Brandenburg/ etliche

hundert Reuter/ vnd ſechs Fehnlein Jußuolck/ ſo der Biſchoff von Wirtzburg beſtaldt vnd angenomme hatte, Bucholcerus.

Denn neun vnd zwantzigſten tag Aprilis iſt Herr Albrecht Fridern/ Marg­graff zu Brande nburg vnd der ander Hertzog in Preuſſ⸗ R tte; geborn. n. Juſtus.

Den ſechzehender Maij ſind zu Franckfurt an der Oder zwey Sünder geborn worden/ die einander mit un Handen vmbfangengehabt vnnd vom Nabel biß zum Halſe ſind zuſammen gewachſen geweſen. Dem emen Kinde aber hat das Hertz HN vnnd Leber auſſerhalb der Druſt gelegen vnd hat das s Hertz nur gar ein wenig gelebet Dieſe Kinder ſind balde geſtorben/ wie zuſtus in d der Franckfurti chen Chronicken ſchreibet.

Im Monat Junio ſahe man auff den Baͤwmen vnd Daͤchern Blutstropffen. Deßgl eichen geſchahen noch andere mehr wunder/ wel he allzuſa nen vorbote n ge­weſen der Schlacht/ ſo Hertzog Moritz mit Marggraff allbrechtet en von Brandenburg ge­

halten/ bey. in Sachſen/ den neundten Julij Fincelius.

N Dieſe Schla An

zu Speyer an etl. 6. nen in befeh vnd Bamberg wider Marggr aff V Bra unden

nigten ſich Chur fůrſt Mor ritz in Sc chſen/ vn d Hertzog? ch von S der geſtalt miteinander/ daß ſie gedachte Biſch off/ wie au edler. feßen wolten. Wann es denn ſo weit kommen/ 308 Mang)!

Biſthoffen ond denen von Nuͤrenber rg abermal ins Land/ vnd that darin Ee ij

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