Hierauf wurde hinlänglich angewießen, was Einer, die Belagerung eom— mandirender General zu beobachten hätte, ehe er den würklichen Angriff unternimmt.“ Ebenſo beſprach der König die Maßregeln des Vertheidigers, „und erwähnte zugleich, um ſich durch Beyſpiele deutlich zu machen, mehrere Fehler, welche verſchiedene Commandanten, die Plätze gegen ihn vertheidigt hatten, ſich hatten zu Schulden kommen laſſen.“ Zugleich beſtimmte er, daß die Arbeiten, die ſonſt bei einer wirklichen Belagerung nur des Nachts aus geführt werden könnten, hier in der Regel bei Tage gemacht werden wurden, „damit ein Jeder im Stande ſey, Alles mit ſeinen Augen zu überſehen und ſich von dem Gange der Arbeiten einen deutlichen Begriff zu verſchaffen, was ſonſt wegen der Dunkelheit nicht möglich ſey.“© der Zeiterſparniß halber in viel raſcherer Folge nacheinander vorgenommen
aß die einzelnen Arbeiten
werden würden, als in Wirklichkeit, ſowie daß ſie zum Theil nur angedeutet und nicht auf die nothwendige Tiefe ausgebaut würden, wurde gleichfalls erläuternd erwähnt.
Sodann gab der König, unter der Vorausſetzung, daß zuvor eine Er kundung der Feſtung durch den kommandirenden General der Einſchließungsarmee ſtattgefunden hätte, den Befehl zum Traciren der erſten Parallele, das regelrecht in der Dunkelheit ſtattfinden ſollte. Als Richtungspunkle bezeichnete er den Kirchthurm von Neuendorf und eine vertrocknete Eiche am Waldrande. Abends 10 Uhr tracirte Oberſtleutnant v. Balby mit vier Ingenieur⸗Offizieren vermittelſt eines Strohſeils die erſte Parallele in einer Entfernung von etwas mehr als 400 Schritt vom Glacis und ebenſo eine aus ihr nach dem Depot C führende Verbindung. Die Richtungspunkte waren hierbei durch bei Tage aufgeſtellte nach der feindlichen Seite hin geblendete Laternen markirt.
Am 25. Juli vormittags rückten 8 Bataillone der Potsdamer Garniſon und 30 Pferde vom Regiment Gardes du Corps unter Oberſt v. Ingersleben , dem„Offizier der Tranchée du jour“, nach dem Depot, von wo ſie ſich in einer Kolonne nach dem linken Flügel der erſten Parallele und von da rechts zogen. Alsdann wurden ſie vor der erſten Parallele in zwei Treffen mit zurückgebogenen Flügeln, mit 50 bis 75 Schritt Abſtand voneinander und von der Trace aufgeſtellt. Im erſten Treffen ſtanden 3, im zweiten 5 Bataillone mit ungefähr gleichmäßigen Zwiſchenräumen. Vor das erſte Treffen wurden 3 Feldwachen, und vor dieſe eine Poſtenkette vorgeſchoben, die 150 bis 200 Schritt von der Feſtung entfernt blieb. Die Bataillone mußten niederknien, die Vorpoſten ſich hinlegen. Die Kavallerie erhielt Befehl, ſich vorerſt hinter dem linken Flügel der Infanterie aufzuſtellen.
Sofort begannen 300 Arbeiter unter dem Schutze dieſer Truppen mit dem Ausheben der Parallele und der Verbindung. Gleichzeitig hiermit erbaute die Artillerie drei Demontir-Batterien, deren Lage bei A, B und auf der Kapitale des Ravelins bei C-D der König ebenfalls ſchon tags zuvor bei Beſtimmung der erſten Parallele feſtgeſetzt hatte. Die Batterien A und B
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