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Die Anschauungen Friedrichs des Grossen vom Festungskriege vor Ausbruch des Siebenjährigen Krieges : Zum Friedrichstage ; nach Vorarbeiten der kriegsgeschichtlichen Abtheilung II und Akten des Kriegs-Archivs / bearb. von [Max] v. Duvernoy
Entstehung
Seite
87
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Innere

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ein daneben im freien Felde aufgeſtelltes Geſchütz 3 Schuß nach dem gedeckten Weg davor abfeuern und die Demontir⸗Batterie C- je 3 Bomben in beide Baſtione werfen. Die Trancheewache war 6 Bataillone ſtark. Nach Ein­ſtellung des Feuers ließ der König durch 20 Unteroffiziere einen aber­maligen Ausfall der Beſatzung bis in die zweite Parallele markiren. Die Kavallerie des Angreifers, die tags zuvor nicht eingegriffen hatte, verſuchte die Ausfallenden zu attackiren, doch mußte ſie ſich,um der enfilade des gedeckten Weges zu entgehen, bald wieder zurückziehen. Die Bataillone in der zweiten Parallelemußten in möglichſter Geſchwindigkeit über das parapett ſpringen, und dem herandrängenden Feind mit geſchultertem Gewehr und guter Contenanee entgegengehen, ihm alsdann mit pelotonfeuer fo lange zuſetzen, bis er zum Weichen gezwungen wurde, und ſich wieder in ſeinen ge­deckten Weg zurückziehen mußte. Die Trancheewache begnügte ſich aber, infolge der Erfahrungen des vorhergehenden Tages, mit der Verfolgung durch Feuer, um ſich nicht wieder dem heftigen Feuer der Feſtung aus nächſter Nähe auszuſetzen.

Nach dieſer Uebung befahl der König der Trancheewache, aus der dritten Parallele ein ſtarkes Gliederfeuer zu machen, um die Arbeit der Sappeure zu erleichtern, weil alsdann der Vertheidiger ſeine Aufmerkſamkeit mehr auf dies Feuer als auf die Arbeit richte. Es wurde nunmehr in drei Sappen weiter vorgegangen und zwar waren in jeder Sappe 36 Mann ver­wendet. Auf dem rechten Flügel ging Oberſtleutnant v. Balby mit der bedeckten Sappe vor, R. Sie wurde erſt durch Auſſtellen von Schanzkörben zu beiden Seiten hergeſtellt und als dann vermittelſt eines Balkengerüſtes über­baut und mit Bohlen, Faſchinen und Erde eingedeckt. Auf dem linken Flügel baute Leutnant Henning in Zickzacks die gewöhnliche fliegende Sappe mit zurückgezogenen Crochets, IT. Sie erhielt nur auf der rechten Seite eine einfache Erdbruſtwehr, die linke wurde als nicht gefährdet angenommen. In der Mitte, dem Ravelin gegenüber, ging der Hauptmann Lefsbvre mit der gewandten, Traverſen⸗ oder Schlangenſappe, 8, vor, mit kurzen Windungen, ſo daß immer eine Traverſe den dahinter liegenden geraden Theil deckte. Nach­mittags wurden die Sappeure noch durch 30 Mann verſtärkt. So gelang es, die Arbeit derart zu fördern, daß man nicht nur an allen drei Punkten den Fuß des Glacis erreichte, ſondern daß Hauptmann Lefebvre im ausſpringen­den Winkel des gedeckten Weges vor dem Ravelin die Tranchee⸗Kavaliere e und k anlegen konnte, um den Feind nun gänzlich aus dem gedeckten Wege zu treiben.

Am 29. rückten wiederum die Wachtparade und drei Grenadier⸗Kom pagnien, als fünf Bataillone formirt, in die Feſtung als Beſatzung. Es

t Dieſe Anzahl iſt angegeben, doch iſt fie wohl einſchließlich der Ablöſung ver­anden

Beiheft z. Mil. Wochenbl. 1801. 2. Heft. 3