Heft 
(1956) 8
Seite
236
Einzelbild herunterladen

War man jedoch gut besattelt, dann holte man den Klepper aus dem Stall, bestieg ihn oder spannte ihn vor das Reisewägelchen und kutschierte los. Der andere Reisende benutzte die offene, geschlossene oder ungefederte Postkutsche.

Und der Postillon blies ins Horn ach, . . . war das romantisch!

Aber die wenigen Chausseen und die vielen schlechten Landstraßen aus Sand und Lehm, hin und wieder etwas Grasnarbe, Stubben und Schlag­löcher, brachten im Sommer viel Staub, und bei regnerischem Wetter blieb man oftmals im Morast stecken. Das war aber die Kehrseite der Romantik! Die schlechten Straßenverhältnisse zwangen zur langsamen Fahrt und ließen Gastwirte und Handwerker an den Reisenden verdienen, weil die Achsen und Räder oft brachen.

Um das Jahr 1800 war die Post für damalige Verhältnisse jedoch schon auf beachtlicher Höhe. Der Ausbau der Chausseen in Preußen von 1817 bis

236