Heft 
(1927) 1/2
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und aufopferndsten Mitarbeiterinnen verloren. Seit dem Bestehen des Vereins gehörte die Verstorbene diesem als erste Schriftführerin an und viele unserer Mitglieder, die mit ihr in nähere Berührung traten, werden dankbar ihrer liebenswürdigen, nimmermüden Bereitwilligkeit, zu raten und zu fördern, gedenken. Aber schon vor Gründung unseres Vereins war sie eine der regsten Helferinnen bei dem Entstehen und dem stürmischen Wachstum unseres Museums, das ja in wenigen Jahren unter Paul Orientes rastloser Arbeit zu seiner an­erkannten Bedeutung emporwuchs. Fast die ganze, sorgsame Beschriftung der Sammlungen ist ihrem unermüdlichen Meiste zu danken. Neben ihrer reichen Schultätigkeit fand sie doch auch hierfür die Zeit, mußten auch die Abend- und die Nachtstunden dazu herangezogen werden. Auch in den Kriegsjahren, in denen das Museum jeder anderen Pflege entbehren mußte, hat Fräulein von Goddenthow mit Sorgfalt seiner wahrgenommen, sodaß später die Arbeit wieder einsetzen konnte, ohne daß größere Lücken sie erschwerten.

Ihrer vorbildlichen Treue und Gewissenhaftigkeit werden wir immer dank­bar gedenken. Möchte unser Museum viele solcher Mitarbeiter finden, die aus dem gleichen Geiste selbstloser Hingabe an dem Werke, das ein Dienst an der Heimat sein soll, mitschaffen. A. v. A.

Eine seltene Versteinerung.

Die hier wiedergegebene Abbildung zeigt eine Versteinerung, die von Herrn Statthalter Stage in Wilhelmsgrille gefunden und von Frau von Klitzing- Demerthin dem Museum Heiligengrabe überwiesen wurde. Es handelt sich um einen in einen Sandsteinknollen gebetteten Haifischzahn von ungewöhnlicher Größe. Gleichartige Stücke im geologischen Institut der Universität Berlin sind durchweg erheblich kleiner und erreichen nur etwa ein Zehntel der Größe des hier abgebildeten Zahnes, sodaß der Fund Wohl ein besonderes Interesse besitzt. Dazu kommt noch seine außerordentlich gute Erhaltung. Haifischzähne gehören im allgemeinen 'zu den häufigeren Funden, doch kommt gerade diese Art (>lo1ick3mu8 primiZenius) überall selten vor. Bekannt ist der I^otiäumuZ seit dem Jura und findet sich auch noch heute in tiefen Wassern. Er kann eine Länge bis zu 8 Metern erreichen. Das hier abgebildete Stück gehört zeitlich in das Oligozän, zu den sogenannten Stettiner Sanden und ist in der Eiszeit hierher verfrachtet worden. Das schöne Stück bildet eine besondere Zierde der Sammlung hiesiger Versteinerungen in unserem Museum. A. v. A.

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Ein Haifischzahn.