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2ie mich das gleich um der Wahrheit willen sest- nelten: Herr Doktor Klinger hat sich auch in dieser ganzen Angelegenheit vollkommen als Gentleman bewiesen. Es ist für mich gar kein Zweifel, daß für ihn die Rücksicht aus das Vermögen meiner Stieftochter durchaus von Anfang an keinerlei Nolle hierbei gespielt hat. Er hat sich ihr nicht genähert, ganz im Gegenteil, wenn ich irgend etwas in dieser Hinsicht vermuten darf, so ist es gerade seine völlig abweisende Ruhe gegenüber allen Launen dieses verwöhnten Kindes" — sie seufzte — „gewesen, was ihre Neigung für ihn zuerst weckte. Daß er sie liebt — wohl schon liebte, lange ehe es so weit kam, wie es jetzt nun einmal gekommen ist — das ist freilich unzweifelhaft. Und so sehr ich im Jmereste aller die Sache vorerst bedauern muß — ich fürchte, es ist ein ungleiches Paar in jeder Beziehung — bin ich doch dessen gewiß, daß Herr Doktor Klinger weit über allen Glossen steht, welche die Welt an diese Verbindung knüpfen wird. Ebenso sicher freilich, daß diese Glossen nicht ansbleiben werden! Nun, an der Sache ist kaum etwas zu ändern; ich habe bei Gisela, offen gestanden, versucht, was ich konnte, aber sie hält fest. Es kann natürlich nur in unser aller Wunsch liegen, daß die Sache geheim bleibt, bis Herr Doktor Klinger eine — eine gewisse entsprechende Stellung gewonnen hat. Inzwischen bitte ich Sie natürlich auch um strengste Verschwiegenheit."
Die versprach ich natürlich, und dann bat sie um meinen Rat betreffs eines Nachfolgers für Doktor Klinger. Ich konnte ihr zur Stunde keinen nennen, „und einen gleich guten werde ich Ihnen schwerlich schaffen können," fügte ich hinzu, von einem dunkeln Drange beseelt, dem jungen Freunde für den Verdacht genugznthun, der sekundenlang mein Gemüt gemein hatte. Sie nickte seufzend. „Das wird schwer halten," erwiderte sie. „Wissen Sic, begreifen kann ich es von Gisela ganz gut."
Nach einiger Zeit erhielt ich auch von ihm selbst einen Brief; von seiner Braut sprach er kurz, voll Zärtlichkeit, ausführlicher von seiner neuen Thätig- keil, seinem ersten Eolleg, dem nahen Abschlüsse seines Werkes. Kein Wort fand er nötig, um einen Verdacht abzuweisen, den er offenbar — bei mir wenigstens — nicht voranssetzte.
Dann kam, ein Jahr später, die goldumränderte Verlobungskarte mir einer neuen Ueberraschnng: ,— beehre ich mich anzitzeigen — Doktor Leopold Klinger, ordentlicher Professor an der Universität
M.." Zugleich ein dickes Paket — das lange
vorbereitete Werk des jungen Gelehrten — und ein wahrhaft jubelnder Brief: „... Was sagen Sie zu dieser Berufung, mein väterlicher Freund? Nach kaum zwei Semestern Wartezeit, ich darf sagen, es ist unerhört rasch gegangen. Nun, gottlob, es hat auch unsrer Wartezeit ein Ende gemacht."
„Ja, es ist unerhört," meinte der alte Professor Dudemans und sah einige Augenblicke lang ganz versunken in seine offene Schnupftabaksdose. Dann nahm er die Prise kunstgerecht zwischen Daumen und Zeigenng^r, und während er sie ihrer Bestimmung
es Zl eichtu ms.
entgegensührte, blinzelte er mich wunderlich an: „Wissen Sie, Verehrtester, am Ende ist es doch nicht so merkwürdig. Die eine Meldung erklärt die andre. Wenn sich eine junge Millionärin einmal auf einen Privatdozenten kapriziert, so weiß sie auch dafür zu sorgen, daß er nicht lange mehr bloß Privatdozent ist."
„Aber, Professor, schämen Sie sich!" ries ich empört.
„Ach wo," antwortete er ganz ungerührt, „meinen Sie denn, das wäre so was Unmögliches? Es wird überall mit Wasser gekocht."
„Gebe nur Gott, daß er nie etwas von einer solchen Nachrede zu hören bekommt!" sagte ich halb zu mir selbst. „Bei diesem Manne mit seinem empfindlichen Ehrgefühl..."
„Lieber Herr Direktor, Sie haben immer zu viel an gute Menschen geglaubt," unterbrach mich der Professor. „Ich," fügte er dann mit Grabesruhe hinzu, „ich thue das schon lange nicht mehr. Und eigentlich habe ich es noch nie gethan. Man erlebt Zu schlimme Dinge als Schulmeister."
Offenbar dachte er an die mißachtete Aufsatzdisposition.
Daß ich bei der prunkvollen Hochzeitsfeier in der Residenz, im Hanse der Frau Geheimrat, nicht erschien, dafür durfte ich mit meinen grauen Haaren und meinen Amtssorgen wohl auf Nachsicht rechnen. Der Briese, die ich während der nächsten Semester von dem jungen Professor erhielt, waren nicht allzuviele; sie beschästigteil sich vornehmlich mit Fach- und Amts- sragen, die persönlichen Verhältnisse kamen mit einem kurzen „Alles wohl" ab. Mich wunderte das nicht. Leopold Klinger war nie einer von den Leuten gewesen, die andre am meisten mit redseligen Darlegungen ihrer Herzensangelegenheiten zu unterhalten meinen. Daß er der alten Schule und ihrem Leiter treue Freundschaft bewahrte, ersah ich zur Genüge ans der Ausnahme, die er einem meiner Abiturienten zu teil werden ließ, der sich als Studiosus der Philologie mit einem Empfehlungsbriefe von mir bei ihm meldete. Der jnnge Mann wußte mir nicht genug von der wissenschaftlichen Begeisterungskraft und der persönlichen Freundlichkeit seines Meisters zu rühmen; nebenbei redete er überschwenglich von einem Abendfeste, dein er in dem vornehmen Hause des Professors beigewohnt hatte, und von dem gastfreundlichen Paare, welches ihm inmitten der zahlreichen Gäste so recht wie die Verkörperung des Lebensglückes erschienen war. Für die Frau Professor schien er ganz lyrisch zu schwärmen. Leider gönne sich der Herr Professor nur selten eine Erholung; er sei gewiß einer der allerfleißigsten Gelehrten; man sage, daß er neben seinem Arbeitszimmer ein Schlaskabinett mit einem einfachen Feldbett habe und oft wochenlang diese Räume kaum verlasse, nur mit wenigen Stundet! kärglicher Nachtruhe seine unermüdlichen Studien unterbrechend.
Ta bot sich mir eines Tages — die Osterferien hatten eben begonnen — eine Gelegenheit, das jnnge Paar Zu besuchen. Tie Regierung war aus den Einfall gekommen, mich zusammen mit einem be-