Teil eines Werkes 
Teil 2 (2006)
Entstehung
Seite
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Auswertung Darstellung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen

Dagegen brachten deutlich mehr Kinder als zu Beginn der Klasse 1 zum Ausdruck, dassEu­ro mehr wert sind als Cent, wie sıch in den folgenden Kinderantworten zeigt.

eEin Euro ist mehr als 20 Cent.

eEuros sınd mehr als Cent.

eEuro ist einfach nicht das gleiche wie Cent.

e20 Cent und das(zeigt auf 1E-Münze) ıst schon 100 Cent.

Alle diese Antworten kamen von Kindern, die die Sortierung korrekt vornahmen.

Mit der letztgenannten Antwort ist eine weitere Beobachtung angesprochen, die wir machen konnten.

Bereits zu Schulanfang sagten uns einige wenige Kinder(Jungen) ungefragt, dass 1 Euro das gleiche wie 100 Cent ist. Diese Einsicht brachten von sich aus in der zweiten Befragung deut­lich mehr Kinder zum Ausdruck.(9% der Kinder verfügte am Ende der Klasse 1 über dieses Wissen).

Bei der Erläuterung des vorgenommenen Vergleichs sagte ein Kind z.B.:

1 Euro ist mehr als 20 Cent, 1 Euro ist ja 100 Cent.

Allerdings muss auch bei dieser Befragung festgestellt werden, dass diese Einsicht deutlich häufiger von Jungen als von Mädchen formuliert wurde.(Unter den 7 Kindern, die diese Ein­sicht von sich aus einbrachten war nur ein Mädchen.)

Interessant ist, dass eın Mädchen, das die Sortierung korrekt vorgenommen hat, meinte:Ein Euro sind 99 Cent und 99 Cent sınd mehr als 20 Cent. Ob diese Einsicht daher rührt, dass häufig 99 Cent beı Preisen auftreten, konnte nicht aufgeklärt werden, da das Mädchen keine weiteren Erläuterungen geben konnte.

Festzuhalten ist an dieser Stelle noch, dass drei von den 82 befragten Kindern beide Sortier­aufgaben falsch lösten. Interessant ist, dass eines dieser Kinder ın beiden Fällen eine ziffern­mäßig gleiche(fehlerhafte) Sortierung vornahm: a) 20ct, 10ct, 5ct, let, 2ect und bei b) 20ct, 10ct, 5, 1, 2ct. Offensichtlich gibt es auch beim Lösen dieser Aufgabe weiterhin(klassen­abhängige) Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen. So lösten z.B. in einer Klasse alle Jungen diese Aufgabe völlig korrekt, während zwei Mädchen Fehler machten und ein Mäd­chen keine Antwort gab. In den beiden Brandenburger Klassen lösten 19 Jungen aber nur 9 Mädchen diese Aufgabe richtig.

Insgesamt haben 23 Kinder bei den Aufgaben zum Sortieren Fehler gemacht, das waren 18 Mädchen aber nur 5 Jungen. Das bedeutet, dass auch am Ende der Klasse 1 mehr als die Hälf­te der befragten Mädchen mindestens eine Sortierung(meist die zweite) nicht korrekt vor­nahmen.

Beim Lösen dieser Aufgabe wird deutlich, wie wichtig es ist, Wissen und Kenntnisse der Kin­der detailliert zu erfassen, um Unter- und Überforderungen der Kinder zu vermeiden.

An dieser Stelle möchten wir eine erste Zwischenbilanz ziehen und für 35 Teilaufgaben ver­gleichen, wie viele Kinder zu Beginn bzw. am Ende der Klasse 1 wie viel der bisher gestellten Aufgaben richtig gelöst haben. Daran wird die eingetretene Entwicklung sichtbar.

Wir beschränken uns dabei auf Aufgaben, bei denen auch eine Lösung angegeben werden konnte. Die Aufgabe 1.1(wozu wird Geld benötigt) findet also keine Berücksichtigung. Schaut man auf alle 35 Teilaufgaben, so ergeben sich im Vergleich der beiden Untersu­chungszeitpunkte folgende Ergebnisse.

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