400 Die Vorbereitungen zum Städtekrieg.
bereit erklärt. Als die Städteboten, um dieſer feierlichen Handlung beizuwohnen, in Schweinfurt erſchienen, fanden ſie dort bereits mehrere Ritter Markgraf Albrechts vor. Trotzig weigerte der neue Rat Schweinfurts den Städteboten die Befugnis, auch nur die früheren Ratsherren zu verhören. Offen wurde auf der Tagſatzung in Ulm die Befürchtung ausgeſprochen, daß Schweinfurt in„fremde Hand“ kommen möchte.“)
Ein weiterer Poſten in der langen Rechnung, die die Städte mit dem Markgrafen ins Reine zu bringen hatten.
Energiſch ſchrieb ihm die Tagſatzung:„ſie erwarte nach den billigen Rechtsgeboten des Biſchofs, daß er ſich nicht„unterſtünde, den Biſchof weiter vorzunehmen, angeſehen, daß nichts beſſer ſei, als Zweiung gütlich oder rechtlich zu vertragen“; ſie hoffe,„er beweiſe, ſich hierin als der, der nicht gern Unrat und Widerwärtigkeiten in den Landen auferſtehen ſehe“.“)
12 000 Mann, die die Städte aufgeboten hatten, gaben ſolchen Worten einen ungewöhnlichen Nachdruck;“) die Reiſigen Nürnbergs, Rothenburgs und Windsheims waren bereits zur ſofortigen Unterſtützung des Biſchofs nach Würzburg geeilt.“ Auch ſtand dieſes Mal das Kapitel geſchloſſen hinter dem Biſchof, es war„ganz einig“ mit ihm. Daß Albrecht ſo„fern und faſt gearbeitet hatte“, die wilden Huſſiten in das Stift zu führen, brachte alle gegen ihn auf.“)
1) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten, 1447, I. 2/1. Die Furcht war nicht völlig unbegründet, am 19. Auguſt ſchloſſen unter Albrechts Schutz mehrere fränkiſche Edele ein Bündnis mit Schweinfurt. Lünig, Teutſches Reichsarch., P. Sp. Cont., III. S. 290— 292. Vergebens ver“ ſuchte Gregor Heimburg die Parteien in ſeiner Vaterſtadt zu verſöhnen. Rothenburger St.⸗A., Memorab. Schweinfurt, S. 23. Selbſt ein Brief König Friedrichs an Albrecht, ſeinen Kommiſſaren bei der Einſetzung des alten Rates zu helfen(Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten, 1448, I 4, Nr. 6) hatte keinen Erfolg.
2) Würzburger Kr.⸗A., Standbuch 440, S. 447.
3) Stolle, a. a. O., S. 27.
) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher, XVIII, S. 308310. Vgl. Städte⸗Chr., Bd. IV. S. 167, Anm. 5.
5) Regeſt. der hiſt. Kommiſſion, München, Brief des Biſchofs an Conrad v. Weinsberg.|