Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
442
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442 Die Vorbereitungen zum Städtekrieg.

ſchwäbiſchen, der andere in der Nähe der fränkiſchen Städte haben.) Mit dem Grafen Johann von Sttingen,) einem Grafen von Hohenlohe,) Jakob Truchſeß') und dem Meiſter des Johanniterordens, Hugo von Montfort,) wurden Ver handlungen angeknüpft, die aber zu keinem Ergebnis führten.

Während der Beſprechungen in Schwabach gingen die Verhandlungen in Bamberg zwiſchen dem Biſchof und dem Herzog von Sachſen weiter.

Noch war keine Vereinbarung getroffen worden, als Dr. Heinrich Leubing mit Briefen des Legaten Carvajal auf dem Tage erſchien. Der Kardinal befahl den Biſchöfen von Bam­berg und Würzburg, zum 20. April einen Tag nach Bamberg auszuſchreiben, auf dem ſie verſuchen ſollten, die Streitigkeiten zwiſchen dem Markgrafen und der Stadt Nürnberg beizu­legen.)

Zuerſt lehnte die in Bamberg anweſende Ratsbotſchaft, durch die neuerliche Erfahrung in Schwabach gewitzigt, den Beſuch eines ſolchen Tages mit der Begründung ab, daß die Markgrafen mit allem Verhandeln nur den einen Zweck ver­folgten, Heidecks Sache von der Nürnbergs zu trennen. Erſt auf die Erklärung Albrechts, er werde bis zum Schluſſe des vom Kardinal anberaumten Tages Heideck nicht angreifen, änderte die Ratsbotſchaft ihre Stellungnahme. g

Am 22. März kam eine Einigung zwiſchen dem Biſchof von Würzburg und Herzog Wilhelm zuſtande.)

1) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten 1449, Nr. 260.

2) Er ſtarb im Frühling 1449, vgl. Städte⸗Chr. II, S. 450.

3) Jedenfalls Kraft, der den Städten ſpäter abſagte, vgl. Städte­Chr., II., S. 427, Anm. 2.

4) Der gleichfalls ſpäter abſagte, Städte⸗Chr., II, 437.

5) Der im Kriege neutral blieb.

6) Nürnberger Kr.⸗A., Relationenband 484, S. 1301835.

7) Nürnberger K.⸗A., Briefbücher XIX, S. 322329. Herzog Friedrich von Sachſen ſollte die Streitigkeiten zwiſchen ſeinem Bruder und dem Biſchof von Würzburg entſcheiden; die Biſchöfe von Bamberg