Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
488
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488 Der Städtekrieg.

ebenbürtigen Gegner gefunden,) davon war der Nürnberger Bürgermeiſter Erhard Schürſtab ganz überzeugt.

Statt Hilfe ſandten die ſchwäbiſchen Städte meiſt nur Hilfserſuchen, und manche kleine Reichsſtadt hat wirklich wäh­rend des Krieges nur der aus Nürnberg geſandten Mannſchaft ihre Rettung verdankt.)

In der Tat hatten die Städte des ſchwäbiſchen Bundes genug mit ſich zu ſchaffen. Die Bündner Albrechts griffen die Städte nicht nur an, weil ſie als Helfer Nürnbergs dem Markgrafen abgeſagt hatten, ſondern mehrere Fürſten erhoben ſelbſtändig Beſchwerde gegen ſie.

Bittere Klage führte ſchon ſeit 1447 Graf Ulrich von Württemberg gegen Eßlingen, das zum großen Schaden ſeines Landes, wenngleich mit königlicher Erlaubnis) ſeinen Stadt­zoll weſentlich erhöht hatte. Während der Verhandlungen über die Abſtellung dieſes Zolles waren in Eßlingen zwei Württemberger ermordet worden. Eßlingen lehnte die vom Grafen geforderte Genugtuung ab, da nach Anſicht der Stadt Freiſchöffen des heimlichen Gerichtes die Tat ausgeführt hatten, um eine Strafe zu vollſtrecken.)

Markgraf Jakob von Baden klagte gegen die Städte­vereinigung eines Geleitbruches halber und wegen der Er­mordung ſeines Schultheißen zu Hohenwart,) den ein Knecht aus Rothenburg getötet hatte.

1) Städte⸗Chron. II, S. 128.

2) Städte⸗Chr. II, S. 330. Vgl. S. 128. Sogar der Augsburger, Burkard Zink geſteht zu, Städte⸗Chr. V., S. 188.Alle Stett haben den von Nürnberg mehr Hilf und Troſt verſprochen, dann wir von Augsburg in Beſonderheit dann man in getan hat.

3) Chmel, Reg. Imp. Frid. IV., I, S. 242.

) Nürnberger Kr.⸗A., Beſchreibung des Markgraflichen Krieges . und Eßlingen vgl. Stälin, Wirtembergiſche Geſch. III

) Nürnberger Kr.⸗A., Beſchreibung des Markgraflichen Krieges, Marggraf von Baden und gemein Stett.