Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
490
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490 Der Städtekrieg.

Auch von Schaffhauſen verlangte der Herzog auf Befehl des Königs Erbhuldigung.): 0

Immerhin konnte Herzog Albrecht erſt im Frühjahr 1450 in den Kampf gegen die Städtevereinigung eintreten, als der Streit des ihm einſt verbündeten Zürich mit der Eid­genoſſenſchaft endgültig beigelegt war.)

Auch die Klagen der anderen Fürſten hätten wohl kaum zu einem Kriege geführt, wenn Nürnberg in der Heideckfrage nachgegeben hätte. 8

Den Markgrafen Albrecht und Johann, den Grafen Ul­rich von Württemberg, dem Markgrafen Jakob von Baden. dem Erzbiſchof von Mainz, dem Herzog Albrecht von Oſter­reich, denHauptſächern dieſes Krieges ſchloſſen ſich in gat ſtattlicher Zahl ihreHelfer an. Kurfürſt Friedrich und Markgraf Friedrich von Brandenburg, Herzog Wilhelm von Sachſen, die Biſchöfe von Bamberg und Eichſtätt, Landgraf Ludwig von Heſſen, Markgraf Jakob von Baden mit feiner Söhnen Karl und Bernhard, Pfalzgraf Stephan von Veldenz mit ſeinem Sohne Friedrich, Herzog Otto von Mosbach, die Herzöge Wratislaw und Barnim von Pommern⸗Wolgaſt, Her­zog Heinrich von Mecklenburg⸗Stargard, Herzog Wilhelm von

daraus plündern und rauben zu können. Doch hatte er die Unvorſich­tigkeit begangen, die Überſchreibung erſt nach Anſage der Fehde vorzu nehmen; ſo hielten ſich die Schaffhauſer berechtigt, das Schloß, obgleich es ſein Eigentum nicht mehr war, zu zerſtören.

1) Schaffhauſen war mit der Achtung Herzog Friedrichs von Oſterreich auf dem Konſtanzer Konzil 1415 gegen Bezahlung einer großen Summe an Kaiſer Sigmund freie Reichsſtadt geworden. Vgl. Hie rauer, Geſch. d. Schweiz. Eidgenoſſenſch. II, S. 124. König Friedrich erkannte dieſe Loslöſung von ſeinem Hauſe nicht an, forderte die Schaf hauſener auf, ſeinem Bruder, Herzog Albrecht, zu huldigen und 95 klärte fie auf ihre Weigerung in die Acht. Chmel, Reg. Frid 10 Nr. 2599. Vgl. Hugo, Mediatiſierung der deutſchen Reichsſtädte, S 188

) Dierauer, Geſch. d. Schweiz. Eidgenoſſenſch., II. S. 1