Der Städtekrieg. 491
Braunſchweig⸗Lüneburg mit ſeinem Bruder Heinrich und ſeinem Sohne Friedrich, der ſelbſt nach Franken eilte, Herzog Erich von Stolpe, die Herzöge Friedrich und Johann von Lothringen, der ungekrönte König Böhmens, Georg von Podiebrad, die beiden mächtigſten Männer Oſterreichs, die dort zuſammen mehr Einfluß beſaßen, als König Friedrich, Graf Ulrich von Cilly und Ulrich Einziger, ſie alle ſandten Nürnberg ihre Feindesbriefe.
Nur die Mächtigſten ſind hier mit Namen genannt. Zu Nürnbergs Feinden rechneten auch die Grafen von Oettingen, Hohenlohe, Naſſau, Kaſtell, Fürſtenberg, Leuchtenberg, Helfenſtein, Schwarzenberg, Leiningen, Lichtenberg, Zweibrücken, Hohenberg. Sulz,. Werdenberg, Sayn, Solms, Denburg, Katzenellenbogen, Schwarzburg, Gleichen, Kirchberg, Plauen, von St. Georg und Frangipan. Beginnt man zu zählen, ſo fällt das Aufhören ſchwer. Viele Freiherren und Ritter, die den Städten abſagten, beſaßen damals ſo viel Macht und Anſehen, wie mancher der genannten Grafen, und in dem Abſageverzeichniſſe Nürnbergs fehlt allein aus der ſchwäbiſchen, fränkiſchen und thüringiſchen Ritterſchaft kaum ein Name von Mehr als 7000 Fehdebriefe wurden Nürnberg zugeſandt. ö
Die Summe der Mittel dieſer Machthaber ergab eine Großmacht, die wohl der des Städtebundes gewachſen war. Nur wenn man ſo die Kräfte der gegenüberſtehenden Parteien mißt, kann man begreifen, warum dieſer Krieg der „große Krieg“ genannt worden iſt.) —
Heine 2 Städte⸗Chr. II, Beilage II hat anſchließend an das
EN gaze r Abſageverzeichnis alle Abſagenden nach ihrer Par
e einem Fürſten oder Grafen angegliedert. 744 Edle
halber ab. Markgraf Albrechts halber, 113 Albrechts⸗ und Johanns 2„ 5
Wbenborfee dee bellum et inanditum a seculis“ nennt ihn Thomas
5 r ed. Prib„ Off 3 zänzungsbanb, ab Mitteil. Inſtit. f. öſterr. Geſch. Forſch. III.