Der Städtekrieg:. 513
fein in ihrer Perſon den Schiedsrichter von dem königlichen Kommiſſar, einen im eigenen Namen gefällten Spruch von einem im Namen des Königs verkündeten Urteile. 8 Der Erzbiſchof von Mainz, deſſen Abſagebrief an Nürnberg bereits abgefaßt war, als ſeine Ernennung zum Schiedsrichter in Lauingen eintraf, ließ ſeinen und ſeiner Mannen Abſagebrief umdatieren,) und trat jetzt in den Kampf ein. Auch an ihn hatte der Rat den Stadtjuriſten Martin Mair, wie an faſt alle bisher neutral gebliebenen Fürſten und Städte Süddeutſchlands abgeordnet. Mit beredten Worten ſollte der gewandte Mann das gute Recht Nürnbergs überall erweiſen, um die der Stadt Mißgünſtigen in der Neutralität zu erhalten, die Gutgeſinnten zur Hilfe zu bewegen.)) Schon im Auguſt hatte Nürnberg und die verbündeten ſchwäbiſchen Städte den Eidgenoſſen„eine treffliche Botſchaft“ geſandt, die nicht ohne Erfolg auf einer Tagſatzung in Luzern den freiheitlich geſinnten Männern die Bedeutung dieſes Krieges als einen Kampf des ariſtokratiſchen und demokratiſchen Prinzipes hinzuſtellen gewußt hatte; es war für die Geſandtſchaft nicht ſchwer geweſen, zu beweiſen, daß mit einer entſcheidenden Niederlage Nürnbergs das feſteſte Bollwerk im Reiche gegen fürſtlichen Übermut ſchwinden würde. Drohend klang der Brief der Tagſatzung an den Markgrafen:)„Wenngleich wir auch nur ein armes Glied des ————————
) Bamberger Kr.⸗A., Märkers Katalog 1904, Nr. 68.
er..d. We ech, Hiſtor. Darſtellung uſw., Städte⸗Chr. II, S. 380. Der Beglaubigungs rief vom 4. September. Nürnberger Kr.⸗A., Briefücher XX. S. 152. Sie) Quellen u. Erört. 3. bayr. Geſch. VIII. S. 253256. Die b. 9 Albrechts zur Eidgenoſſenſchaft wird verwirrt, wenn Na(Hiſtor. Darſtellung, Städte⸗Chron. II. S. 383) behauptet, der auffin habe in der Eidgenoſſenſchaft Werbungen verſucht und dar: W 5 der Tagſatzung„üblen Beſcheid“ erhalten. Albrecht hat ſucht er Tat bei ſeinen alten Gegnern niemals Werbungen ver:
In dem Briefe Schürſtabs an Halbeisen, auf den ſich v. Weech
Markgraf Albrecht Achilles J. 0