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Der Städtekrieg. 517
rung reichlich gerächt.“) Aber erſt als Albrecht am 18. Auguſt in Schwaben erſchien, wurde dort mit ganzer Energie der Krieg geführt. Noch vor Beginn des in Lauingen angeordneten Waffenſtillſtandes waren Albrecht, Markgraf Johann und Herzog Wilhelm mit ihren Reiſigen vor Rothenburg gezogen und hatten die Umgebung der Stadt verwüſtet. g
Der markgräfliche Amtmann von Uffenheim, Burkhard von Wolmarshauſen brannte gleichzeitig die Beſitzungen der Stadt im„Zwerkmeier“ nieder.“) f
Am 1. September hatten 400 Reiter des Grafen Ulrich von Württemberg die Gmündener vor der Burg Waldſtetten überfallen, 160 Bürger gefangen, 40 getötet, das Stadtbanner und die geſamte Feldausrüſtung gewonnen.“) Mit ihren Klagen über den„erbärmlichen jämmerlichen und großen Schaden“, den ſie erlitten hatten, mit ihrem Hilfeflehen erfüllten die Gmündener die Verhandlungen der Tagſatzung.“)
Drei Tage nach dieſem Erfolge begannen Graf Ulrich von Württemberg und Markgraf Bernhard von Baden die Be
1) v. Martens, Geſch. der im Königreiche Württemberg vorgeN kriegeriſchen Ereigniſſe, S. 107. Witte, Reg. III, 6968 bis 978. 5 0
2) Städte⸗Chron. II, S. 160.
Würdinger, Kriegsgeſch. Bayerns, I. S. 307.} „) Stälin, Württembergiſche Geſchichte III, S. 479. Die magen, die Stälin in feiner Randnote aufwirft, werden durch den brief des Nürnberger Rates an Muffel(Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XX, S. 163165) beantwortet. Die Gmündener wurden erſt nach Eroberung des Schloſſes Waldſtetten überfallen; die Zahl der Gefangenen wird aber in dieſem Briefe nur auf 100 angegeben. Nach der ank des Hektor Mülich(Städte⸗Chr. XXII, S. 97) fielen 54 Mann, 6s wurden gefangen. Graf Ulrich verlor 18 Mann. v. Martens, a. a. O. S. 107108 gibt 115 Tote, und 225 Gefangene an. Gmünd ſchreibt W daß es 200 Mann eingebüßt hätte. Witte, Reg. III,
Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten 1449, Nr. 31.