516 Der Städtekrieg.
und Weinlager, 12 Dörfer und ein Herrenſitz in der Nachbarſchaft wurden niedergebrannt, einige Edle und 40 Bürger wurden gefangen;) 500 Rinder und viele Schafe brachten die Nürnberger heim.“);
Auch die ſchwäbiſchen Städte begannen ſich jetzt ernſthaft zu rüſten. Schon am 6. September hatte der Städtetag in Ulm mit Strafandrohungen beſchloſſen, daß jede Stadt die ihr auferlegte Anzahl Reiſige nach Nördlingen oder nach Rothenburg ſchicken ſollte.“)
Gleichzeitig erbaten die ſchwäbiſchen Städte von der Eidgenoſſenſchaft die ſchleunige Zuſendung von 800 Söldnern und drei Hauptleuten nach Ulm.“)
Die ſtädtiſchen Hauptleute hatten auf dem Tage gedroht, ihr Amt niederzulegen, wenn nicht endlich der Krieg von allen Städten mit Ernſt geführt werden würde.“)
Zu energiſcher Rüſtung wurde der Städtebund vor allem durch die Verlegung des Kriegsſchauplatzes in das ſchwäbiſche Gebiet beſtimmt. Zwar hatte dort der Markgraf von Baden bereits Ende Juli nach einer vergeblichen Belagerung die Umgebung des Städtchens Weil völlig verheert, Graf Ulrich von Württemberg das den Eßlingern gehörige Heimbacher Tal Rüdern, Möhringen und Vaihingen niedergebrannt, und die Eßlinger ſich an ſeinem Gebiete mit Verheerung und Plünde
1) Städte⸗Chron. II, S. 168,
2) Archiv des German. Muſeums, Nr. 6139.
2) v. Weech, Hiſtor. Darſtellung, Städte⸗Chron. II, S. 380.
4) Urſprünglich war beſchloſſen worden, 800 Reiter und 800 Fußknechte anzuwerben; ſtatt ihrer wurde die Anwerbung von 1000 Schw“ zern in Ausſicht genommen.(Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten Ce Nr. 259.) In der Tat wurden nur 800 Schweizer angeworben.. zerner St.-A., Deutſches Reich, Brief v. 7. Sept.) Die Söldner fo ten bis 17. September in Ulm eintreffen und bis 17. November dien“ täglicher Sold für den Mann vier rheiniſche Groſchen. Liebe nal Die Beziehungen uſw., a. a. O., S. 79—80. Reg. III, 7007.
5) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten 1449, II, 259. Witte
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