Der Städtekrieg. ö 539
Dietrich von Mainz,) Markgraf Albrecht, die Markgrafen Jakob, Karl und Bernhard von Baden, Graf Ulrich von Württemberg perſönlich gekommen, der Städtebund hatte eine Geſandtſchaft abgeordnet, Nürnberg, Ulm und Augsburg hatten Ratsdeputationen geſandt. Die Nürnbergiſchen Geſandten waren Berthold Volckamer, Jörg Derrer, Anton Talner und Bartholomäus Neithart; ihr Wortführer war Gregor Heimburg. Der Rechtsbeiſtand Albrechts war wieder Dr. Peter Knorr.) g.; Am 13. Januar 1450 eröffnete der Pfalzgraf den Tag. Er bat die Parteien, da bei früheren Verhandlungen die Öffentlichkeit des Verhöres ihre Erbitterung verſchärft hätte, dieſes Mal die Öffentlichkeit ausſchließen zu dürfen.
Dieſen Vorſchlag lehnten die Städteboten mit der Begründung ab, daß ihnen daran gelegen wäre, möglichſt weiten Kreiſen die Gerechtigkeit ihrer Sache darzulegen; zu dieſem Zwecke hätten ſie auch Neutrale zum Beſuche des Tages eingeladen.;.
Nach eröffneter Verhandlung erklärte Albrecht, daß das„höchſte und merklichſte Glied des Reiches“) der Kurfürſt von Mainz zuerſt, wie es ſich gebühre, ſeine Beſchwerden gegen die Städte vortragen würde. Zu dieſem Vorſchlage veranlaßte den Markgrafen wohl weniger der Reſpekt vor der Würde des Erzbiſchofs als der Wunſch möglichſt —| „ 0 Weed, a. a. O. Der Kriegsbericht(Städte⸗Chr. II, S 198) läßt den Erzbiſchof nur feine Räte ſenden. Der Kriegsbericht nennt aber irrtümlicherweiſe auch Pfalzgraf Ludwig als Veranſtalter des Tages. Immerhin war der Erzbiſchof am 25. Januar 1450 nicht mehr in Heidelberg. Vgl. Bamberger Kr.⸗A., S. 1, K. 29, L. 2, Fasc. I.
Der Heidelberger Tag ausführlich geſchildert bei v. Weech,
dittor. Darſtelung, Städte⸗hron. II, S. 386 ff. Vgl. Witte, Reg.
berger Rates, S. 169. Münchener Hofbibl. Manuſkr. Verantwortl. Libell des Nürn