Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
538
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Der Städtekrieg.

er Leib und Gut nicht ſparen und getraue auch der Herzog und alle, die dem Adel geneigt ſeien, würden ſich darin halten, als die, die zum Adel gehören.)

Ohne endgültigen Beſcheid mußte Albrecht zurückkehren, und am 13. November ſchrieb ihm der Herzog,) er könne ſeine Bitte nach reiflichſter Überlegung nicht erfüllen.

Der König habe ihn wiederholt, zuletzt durch Hans von Neitperg erſucht, ſich unter keinen Umſtänden in den Krieg zu miſchen. Papſt und Kaiſer hätten ihn mit der Friedens­vermittlung betraut.Solchen Botſchaften wir uns denn als der heiligen römiſchen Kirche und des heiligen römiſchen Reiches gehorſamer Fürſt billig neigen.

Die prächtigen Worte deckten bei der Bitte des Neffen bei der Weigerung des Oheims nur kümmerlich die nackte Selbſtſucht..

Eine allzu große Hoffnung auf eine gütliche Beilegun des Zwiſtes durch den Heidelberger Tag war alſo bei den Par teien in dieſen Monaten weder an dem Erlahmen ihres Kriegs­eifers, noch dem Nachlaſſen ihrer diplomatiſchen Bemühungen irgendwie zu merken.

Und doch hatte das Reich ſeit den Tagen, auf denen zwi­ſchen Rom und Baſel die Entſcheidung fiel, keine glänzendere Verſammlung geſehen.); 5

Außer dem Pfalzgrafen waren der Kardinal, Biſchof Peter von Augsburg, die Biſchöfe von Speyer und Worms, Herzog Albrecht von Oſterreich, die Geſandtſchaften von Baſel, Straßburg, Speyer, Worms, Frankfurt und Köln als Neu trale erſchienen. Von der fürſtlichen Partei waren Erzbiſchof

1) Bamberger Kr.⸗A., Katalog 1904, Nr. 118. 2) Bamberger Kr.⸗A., Katalog 1904, Nr. 96. 3) v. Weech, Hiſtor. Darſtellung: Städte⸗Chr. II, S. 386.