Der Städtekrieg.
gegen die Städte mit, dem Markgraf Karl aber ſo wenig wirklichen Wert beilegte, daß er ihn gar nicht abſandte.“);
Sehr viel wichtiger als Herzog René, der im fernen Rouen ihr wenig nützen konnte, war für die fürſtliche Partei, daß der Bruder des römiſchen Königs, Herzog Albrecht von Oſterreich, immer mehr gewillt ſchien, am Kampfe teilzunehmen.)
Zu den Beſchwerden des Herzogs gegen Ulm, Schaffhaufen, Zelle) kam ſeit Mitte Dezember die Klage gegen die Rottweiler, die das Raubſchloß Hohenberg, deſſen Lehnsherr der Herzog war, völlig zerſtört hatten.“)
Schon am 4. Oktober lud der Herzog Markgraf Albrecht zu einer Beratung nach Stuttgart.“
So ausſichtsreich ſich die Verhandlungen mit dem Habsburger geſtalteten, ſo wenig Erfolg hatte Albrecht bei der Bewerbung um den ihm eng verbündeten Oheim, den klugen und zähen Herzog Heinrich von Landshut, der ihm ſo manches Mal Hilfe zugeſagt hatte..
So wichtig aber ſchien Albrecht dieſer Bundesgenoſſe, daß er perſönlich Anfang November nach Landshut eilte.
Aber ſeine hochtönenden Worte wirkten gar wenig auf den klugen, nur den eigenen Vorteil wägenden Greis.
Vergebens erklärte Albrecht dem Oheim,„er hoffe die Städte dahin zu bringen, wo dem gemeinen Adel in künftiger geit Ehre und Nutzen erwachſen ſolle; zu ſolchem Zwecke wolle F„ 8
) Der Brief Renés von Anjou findet ſich in deutſcher Sprache abgefaßt, im Bamberger Kr.⸗A., Märkers Katalog 1904, Nr. 98 abgedruckt: Städte⸗Chron. II. S. 516. Der Fehdebrief Herzog Renss, als Helfer Markgraf Karls, von deſſen Ausfertigung in dieſem Briefe die Node it, findet ſich in dem Abſageverzeichnis des Nürnberger Rates wenigstens nicht.
) Vgl. oben, S. 489—490.
) Stälin, Wirtemberg. Geſch. III, S. 480.
) Bamberger Kr.⸗A., Märkers Katalog 1904, Nr. 94