Der Städtekrieg. 561
berger Schützen den Herren von Kottwitz eingegriffen hätten, wäre die Schlacht bald entſchieden geweſen.
Bis in die Stadt Schwabach hätten einzelne Nüriberger die fliehenden Feinde verfolgt; nur der gleichen Loſung beider Parteien hätten dieſe Tapferen es zu danken gehabt, daß ſie ungefährdet wieder aus der Stadt hätten herauskommen können.
Mit dichteriſchem Schwunge wendet ſich nach dieſer Leiſtung der dee e in direkter Rede an Markgraf Albrecht:„O, Du ſtolzer Fürſt, wo iſt Deine Mannheit und Keckheit hingekommen? Du meinteſt, Du wollteſt die edle Stadt Nürnberg ganz vertilgen, Du biſt geflohen von Deinen Rittern, die Du böslich verführt und die um Deinen großen Hochmut ihr Leben verloren haben; oh, wie magſt Du je wieder fröhlich werden.“
In dieſem Tone geht es weiter; es ſcheint, als ob der Verfaſſer eine Ehre darein geſetzt hat, die wüſten Siegeslieder) der Leuthäuſer in Proſa zu bringen. Es war eine Zeit, in der nur wenige es verſtanden, in dem beſiegtem Feinde fh ſelbſt zu ehren.
Und wie die meiſten hiſtoriſchen Lügen 1118 gegen Freund und Feind ſind, ſo iſt es auch dieſe. Die Namen der beiden Nürnberger Bürger, denen die Stadt vor allen anderen den E Erfolg des Tages zu danken hatte, verſchweigen die beiden offiziellen Berichte. Es iſt nicht wunderbar, daß der ſonſt ſo redſelige Berichterſtatter den Namen Ludwig Pfintzings nicht nennt, der dem Rate den Plan Albrechts, den Pillenreuter Weiher auszufiſchen, entdeckt, ſowie ihn über die wahre BeA
) Liliencron, Hiſtor. Volkslieder I. 421427.„Iſt das nun fürſtenlich daß einer fleucht ſo ſchendlich, von ſein Panier aus dem Felde, der Flucht muß mancher Reuter ſtolz, desſelben Tags entgelten“; und a. a. O.„zu fliehen ward er gefliſſen, eh' daß er hin gen Schwabach kam, hat er in die Hoſen
Markgraf Albrecht Achilles l.