668. Durch Kampf zum Frieden.
erſt Streit geſucht hätte, als er auf des Königs Bitte gegen die Schweizer , die Freunde der Städte, des Hauſes Habsburg Feinde in den Krieg gezogen wäre. f
Freilich ſtellte Heimburg ſofort feſt, daß die Stadt dem Markgrafen während des Schweizerkrieges mehrere tauſend Gulden geborgt hätte, aber die Wirkung der eindrucksvollen Rede ſeines Gegners konnte er nicht abſchwächen.
Selbſt die Hofjuriſten wurden ſchwankend; immer beſtimmter trat das Gerücht auf, der König gedenke die Verhandlungen zu vertagen.
Heimburg und Hangenor erbaten deshalb eine Audienz und erklärten dem Könige, daß eine Vertagung der Verhandlungen, die keine der beiden Parteien beantragt hätte, dem Markgrafen leicht den Vorwand geben könnte, ſeine Zuſtimmung zu einer ſchiedsrichterlichen Entſcheidung des Königs zurückzuziehen. Dann könnte der König nur in ſeiner Eigenſchaft als höchſter Richter den Streit vor ſein Forum ziehen, es aber nicht hindern, daß der Markgraf mit immer neuen Ausflüchten eine Entſcheidung verſchleppe.
Dringend baten die Abgeordneten den König, das große Vertrauen, daß alle Reichsſtädte in ihn geſetzt hätten, zu rechtfertigen.}
Die Folge dieſer Audienz war eine Einladung der Städteboten in das Haus Walter Zebingers.
Dort teilten ihnen mehrere königliche Räte mit, daß der König zwar feſt entſchloſſen wäre, die Verhandlungen zu vertagen, jedoch nicht wünſchte, daß der Fortgang des Prozeſſes zum Schaden Nürnbergs verhindert würde. Deshalb ließe der König die Städteboten erſuchen, ſelbſt den Text des Vertagungsbeſchluſſes aufzuſetzen.
Die Nürnberger legten darauf den königlichen Räten dar, wie Markgraf Albrecht bereits mit allen Mitteln verſucht hätte, eine Entſcheidung des Königs zu vereiteln. Hätte er doch ſogar auf den Pfalzgrafen , die Herzöge Albrecht und Lud