Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
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Durch Kampf zum Frieden. 675

und Bamberg , Herzog Otto von Bayern, Herzog Wilhelm von Sachſen mit ſeinem fränkiſchen Beſitze ſowie alle fränkiſchen Reichsſtädte anſchließen ſollten.) Wohl zog der Rat von Nürn­ berg den Plan in wohlwollende Erwägung, aber er dachte nicht daran, für ſeine Verwirklichung ein Opfer von 100 000 Gulden zu bringen, das Albrecht vor dem Abſchluſſe des Bündniſſes verlangte.)

So ausgezeichnet das perſönliche Verhältnis der ſäch­ſiſchen Räte zu den Nürnberger Verhandlungsleitern war gab doch damals Gregor Heimburg dem Jüngſten der Ver­mittler, Dr. Johann von Allenplumen, die Hand ſeiner Tochter) in der Sache ſelbſt erreichten fie nichts.

Um Nürnberger Arzte eines Leidens halber zu befragen, war damals die Frau des Markgrafen Johann in die Stadt gekommen. Sie erſuchte den Rat, Boten an ihren Gemahl zu ſenden, der ſich bemühen würde, den Streit beizulegen.)

Umauf gütliche Rede Grobheit zu meiden, willigte der Rat ein, aber er hatte um ſo weniger Hoffnung auf einen

Erfolg ſolcher Sendung, da die Stimmung zwiſchen den feind­lichen Parteien immer gereizter wurde.

Markgraf Albrecht ließ die Stadt nicht zur Ruhe kommen, er ſtellte ſich, als ob er trotz aller Zuſicherungen einen An­griff Nürnbergs befüchtete, er rüſtete von neuem und ſetzte ſeine Schlöſſer in Kriegsbereitſchaft.

Schwer trug die Handelsſtadt die Koſten des be

1) Bamberger Kr.⸗A., Märkers Katalog 1904, Nr. 156. Wohl um dieſen Plan zu fördern, verhandelten im April Albrecht, die Mark­grafen von Baden, und Graf Ulrich von Württemberg in Stuttgart mit den Bürgermeiſtern von Ulm , Heilbronn und Wimpfen , Witte, Reg. III, 7214.

2) Nürnberger Kr.⸗A., Beſchreibung uſw., S. 277. 1 3) Die Hochzeit fand im Frühling 1453 ſtatt. Vgl. Joachim­ſohn, Gregor Heimburg, S. 142.

) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XXI, S. 333,

5) Fontes rer. austr. II, 42, S. 9193.