Durch Kampf zum Frieden. 679
Man ängſtige die Städte nur mit dem Banne, ſo meinte der Nürnberger Rat, um ſie gefügig zu machen.
Zuerſt verſuche man Weißenburg vom Reiche zu drängen, dann würde eine Stadt nach der anderen folgen.;
Das war die gleiche Stimmung wie vor dem Ausbruche des Krieges; mit den gleichen Worten faſt hatte der Rat damals die Unvermeidlichkeit des Krieges begründet.) Wie ein Ventil durch das ſich die überhitzte Stimmung Luft machen konnte, mochte der gütliche Tag wirken, den König Friedrich zum 15. Juni nach Neuſtadt ausgeſchrieben hatte.
Beide Parteien hatten ihre am letzten Gerichtstage erprobten Kämpfen geſandt.
Der Biſchof von Würzburg und Herzog Albrecht von Oſterreich waren perſönlich auf dem Tage erſchienen. Die Kurfürſten von Mainz , Köln , Trier , Brandenburg und der Pfalzgraf hatten einige an ihren Höfen leicht entbehrliche Räte“) die Städte Straßburg und Konſtanz Boten geſandt.
Auf des Königs Bitte übernahm der Biſchof von Würzburg und Ulrich von Eizinger, der ungekrönte Herzog von Oſterreich , die Vermittlung; da die Nürnberger nach ihren bisherigen Erfahrungen nicht ohne Grund außerordentlich vor ſichtig waren, hatten ſie keine leichte Arbeit.; ie Nürnberger weigerten ſich überhaupt ihre Forde
„ val o. Weech, Hiſtor. Darſtellung uſw., Städte-Chr. II, S. 372, Zeile 2123.|{
) Die Vorladung Nürnbergs , Franklin, Markgraf Albrecht Achilles und die Nürnberger , S. 60—61. Die Vorladung Albrechts, 29.