Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
687
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Durch Kampf zum Frieden. 687

keiten ſeines Schwiegervaters Jakob von Baden mit dem Pfalz­ grafen legte er damals bei.)

An dem gleichen Tage in Speyer ſöhnte er die Grafen von Lichtenberg mit denen von Leiningen,) den Erzbiſchof von Mainz mit Herzog Otto von Mosbach aus.) Im September brachte dann Albrecht in Coburg eine freilich nicht lange wäh­rende Einigung zwiſchen Herzog Wilhelm und ſeinen Räten Apel und Wilhelm Vitzthum zuſtande.)

Im Oktober vermittelte er einen Waffenſtillſtand zwiſchen dem Pfalzgrafen und den Grafen von Lützelſtein und half neuerliche Streitigkeiten zwiſchen den Leinigern und Lich­tenbergern ſchlichten.)

Im November verabredete er zwiſchen ſeinem altem Freunde Herzog Albrecht von Oſterreich und der reichen und kunſtſinnigen Gräfin Mechtild von Württemberg ein Ehebünd­

nis.

Beſonders eng ſchloß ſich Albrecht an Herzog Ludwig von

Bayern⸗Landshut an.

Die überſtrenge väterliche Zucht hatte die Lebensluſt dieſes Herzogs zurückgedämmt, nicht ertötet. Albrecht war ſechs Jahre älter als der Herzog, aber beſſer wie jeder andere wußte er deſſen Sinnesart zu nützen, wurde ihm Kamerad und Zech­genoſſe.Die Fürſten ritten zuſammen ſpazieren und hofier­ten den Frauen; ſie rottierten ſich dann und ſprengten gegen einander und riſſen ſich da mit einander, daß wenig ganze

1) Bayer. St.⸗A., X, 37, K. 40.

2) Janſſen, Frankfurts Reichs korreſp. II, S. 114. Witte, Reg. III, 7270, 7289. Kremer, Geſch. Kurfürſt Friedrichs I. von der Pfalz , S. 1240. Herzog, Chr. Alſatiae, V. S. 2426, vgl. auch S Chr., Mones, Quell.⸗Samml. der badiſchen Landesgeſch., I,

3) Witte, Reg. III, 7271.

4) Dresdener Haupt⸗St.⸗A., Kop. Bd. I. S. 207.

5) Reg. III, 72917294.

e) Chmel, Materialien z. Geſch. Kaiſer Friedr. IV., S. 2122.