702 Durch Kampf zum Frieden.
Partei es nach den vom Biſchof ihr gemachten Mitteilungen jetzt behauptete.)
Um Albrecht zu größerer Nachgiebigkeit zu veranlaſſen, ritt Capriſtan zu ihm nach Schwabach . In die Hand gelobte ihm der Markgraf, ſich ihm zu Ehren nachgiebiger zu erweiſen, als je vorher.
Er erklärte, auf alle ſeine Forderungen verzichten zu wollen, gegen Zahlung einer Leibrente von 4000 Gulden Abtrag aller Leibrenten, die er und ſein Bruder Johann Nürnberger Bürgern zu zahlen hätten, ſowie Barzahlung von 40 000 Gulden.?)
Capriſtan gab dem Rate gegenüber der Erwartung Ausdruck, daß Albrecht ſich mit einer Barzahlung von 20 000 Gulden begnügen würde.“)
Dem Rate aber ſchienen die Forderungen Albrechts viel zu hoch; er glaubte auch nicht, daß der Markgraf ernſthaft den Frieden wünſchte.“)
Nach dem Gegenvorſchlage, den der Rat Capriſtan unterbreitete, hatte es aber tatſächlich vielmehr den Anſchein, als ob der Rat, ſelbſt keinen Ausgleich wollte.
Über die Geldforderungen des Markgrafen ging der Rat kurz mit dem Verſprechen hinweg, daß er ſich darin Capriſtan gegenüber nachgiebiger erweiſen würde, als gegen irgend einen anderen Menſchen.
Dagegen verlangte er eine einſeitige Verſchreibung des Markgrafen mit dem Verzichte auf alle ſeine Forderungen und dem Verſprechen, die Stadt nicht mehr zu bekriegen, ihre Beſchädiger nicht mehr zu geleiten, die Reichsſtraßen nicht zu ſperren, Klagen ſeiner Untertanen gegen die Ihrigen vor
1) Nürnberger Kr.⸗A., Relationenbd. 484, S. 343358. Brief“ bücher XXV, S. 1416.
2) Nürnberger Kr.⸗A., Relationenband 484, S. 359.
8) Nürnberger Kr.⸗A., Relationenband 484, S. 343358.
)„Daß der Markgraf zu teidingen nicht Wille wäre.“