Durch Kampf zum Frieden. 703
Nürnberger Gerichten ausfechten zu laſſen, und falls ihre Untertanen an ſeinen Gerichten klagen müßten, ihnen ſchnell Recht zu verſchaffen.
Außerdem ſollte Capriſtan entſcheiden, welchen Dienſt der Markgraf der Stadt für den Empfang der Geldſumme zu leiſten haben ſollte. 15
Trotz der Bitten Capriſtans lehnte der Rat die von dem Markgrafen vorgeſchlagene Anderung ab, nach der beide Parteien ſich gegeneinander nach dem Verlangen des Rates verſchreiben und Capriſtan dann eine„bequeme Verpflichtung beſtimmen ſollte, wie beide Parteien hinfort gegeneinander ſitzen ſollten.“
Sie hätten ihre alten Verſchreibungen gehalten, deshalb wäre nicht nötig, daß ſie ſich noch einmal verſchrieben, erwiderte der Rat.
Vergebens ſtellte Capriſtan den Ratsherren vor, daß der Markgraf weder die Schlöſſer umſonſt herausgeben, noch eine einſeitige Verſchreibung ausſtellen würde.
Der Rat blieb auf ſeinem Standpunkte und erklärte, daß die Stadt weder für Herausgabe der Eroberungen, noch für einen Verzicht auf ungerechtfertigte Forderungen Geld ausgeben würde.;| f
Capriſtan erinnerte den Rat, daß er doch in heimlicher Verhandlung dem Biſchof von Würzburg gegenüber 2000 Gulden jährliche Leibrente, ſowie Abtrag der Leibrenten zugeſagt habe, die die Markgrafen nach Nürnberg zu zahlen hätten.
Dagegen erklärte der Rat, dieſe Verhandlungen wären durchaus unverbindlich geweſen. Da man ſich ja nicht einmal über den Vertrag einigen könnte, müßten ſie ſich hüten, fernerhin ihre Abſichten aufzudecken.. a;
Auch der Biſchof von Würzburg, ein Fürſt von höherem Rang und größerer Macht als der Markgraf, hätte vor Jahren einen einſeitigen Vertrag mit ihnen abgeſchloſſen und wäre mit einigen Schlöſſern und Reitern in ihren Dienſt getreten.