Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
729
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Durch Kampf zum Frieden. 729.

Gregor Heimburg nahm das Wort zur Erwiderung.

Er hatte nicht nach Neuſtadt kommen wollen. Er war müde des Feilſchens, des nutzloſen Gezänkes um Worte, müde auch Gleichgültigkeit und Feigheit zu mutigem Entſchluſſe bewegen zu wollen.

Doch wie er jetzt ſah, daß Gewalttat und Erpreſſung ſich unverſteckt breit machten, daß ſeinesgleichen von dem Gegner ſchlechter wie ein Knecht behandelt wurde, da wallte in ihm das trotzige Rebellenblut auf. Nie vorher, nie ſpäter hat Heim­burg überzeugender geſprochen.

Es war eine von den Reden, die eine Tat bedeuten, die das Dunkel, in dem ein ganzes Volk zum Abgrunde, zum Ver­derben tappt, wie mit einem Blitze erhellen. Es waren Worte,

(a. a. O., S. 3334) über das Vorgehen Albrechts iſt ſehr milde. Er nimmt an, daß, da der Fürſtenkongreß in Wien und der Neuſtädter Tag gleichzeitig anberaumt waren,die Sache alſo jetzt entſchieden werden mußte, beide Parteien auch das gute Recht hatten, eine Be­endigung des Prozeſſes zu fordern. Es wäre ferner nichts natürlicher geweſen, als daß Albrecht nach Neuſtadt geeilt wäre, um perſönlich ſeine Anſicht dort durchzusetzen, zumal die Nürnberger Geſandtſchaft dort weilte.

Obgleich die Streitſache damals ſo wenig entſchieden werden mußte, wie an früheren Tagen, an denen Albrechts Botſchaft eine Entſcheidung mit allen Mitteln verhindert hatte, ſo waren in der Tat Albrecht ſowohl wie die Nürnberger berechtigt, zu fordern, daß der Prozeß jetzt zu Ende geführt würde. Albrecht jedoch lag nichts ferner als eine ſolche Forderung zu ſtellen. Im Gegenteil, wollte er die Entſcheidung der Klagen der Nürnberger ad calendas graecas hinaus­ſchieben, nur über ſeine eigenen Forderungen ſollte damals entſchieden werden. Wäre es wirklich ſo natürlich geweſen, daß Albrecht in Neu­ſtadt weilte, weil die Nürnberger Geſandtſchaft dort war, ſo hätte nie der Fürſtenkongreß in Wien beginnen können. In der Tat war Alb­recht in Neuſtadt, auch wenn er nicht perſönlich dort war, ſo gut ver­treten wie Nürnberg; es war auch nicht daran zu denken, daß der Kaiſer, während Albrecht für ihn in Wien tätig war, gewagt hätte, ein Urteil gegen ihn zu ſprechen.