Ausführungen und Belege.
Br. An Jacobi(10. 3.):„Mein Leben ist im Ganzen vergnüglich und gut, ich habe alle Ursache mit meiner Lage zufrieden zu seyn.“
An C.G. Voigt(5.):„Mein geschwollener Backen hat sich noch nicht gesetzt.“
An den Herzog(5.):„Ich sitze mit dem höllischen Feuer einer spanischen Fliege im Nacken.“
An die Herder:[Goethe] wandelt„noch mit halb verhülltem Haupte“ herum.
An Knebel(8. 8.):„Die angefangene Cur des Eger Wasser”) leidet nicht dass ich morgens ausgehe.“
Bischof Münter(5. 7.):„fand ihn sehr viel freundschaftlicher als sonst, obgleich immer noch kalt, wie er es gegen jeden ist. Er ist ein sehr unglücklicher Mensch. Muss beständig mit sich selbst in Unfrieden leben.“(Goethe-Jahrb. XVIII p. 113. 18097.)
Bm. Im Ganzen wie 90. In das Jahr 1791 fällt der„Grosskophta“! Vielleicht sind aus der Stimmung dieser Jahre die Faustverse:„In jedem Kleide werd ich wohl die Pein“ u. s. w. hervorgegangen.
*) Das Eger-Wasser, das von nun an eine bedeutende Rolle in Goethes Leben spielt, ist die jetzige Franzensquelle. Der wirksame Stoff ist das schwefelsaure Natron.